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Theater am Schlachthof in Neuss: Premiere Frida und der Besucher aus dem Märchenbuch

Theater am Schlachthof in Neuss : Neues Kinderstück mit einem Besucher aus dem Märchenbuch

Es gibt wieder eine Premiere für Kinder im Theater am Schlachthof. Die Nachfrage war so groß, dass einige Zusatztermine eingeplant wurden.

Frida hat sich in ihrem Kinderzimmer verkrochen: Da gibt es nämlich dieses Schulfest, zu dem sie nicht hingehen möchte. Sie hat keine richtigen Freunde und fürchtet sich davor, geärgert zu werden. Da taucht plötzlich ein Mann aus ihrem aufgeschlagenen Märchenbuch auf: Vor lauter Schreck hat er vergessen, wer er ist. Zusammen suchen sie nach Antworten. „Es ist eine Geschichte, in der Ängste seien sie nun real oder nicht, überwunden werden“, erzählt Jens Spörckmann. Für das neue Kindertheaterstück (ab 6 Jahren), das am Sonntag im Theater am Schlachthof Premiere feiert, hat er Regie geführt. „Frida und der Besucher aus dem Märchenbuch“, heißt es und wird gespielt von Julia Jochmann (Frida) und Tim Fleischer. „Die Nachfrage war so groß, dass schon Tage vorher alle Karten ausverkauft waren“, verrät Pressesprecher Dennis Prang. Deswegen hat das Theater kurzerhand vier Zusatztermine eingeplant.

„Wir freuen uns wie bolle, dass es drinnen wieder los geht“, sagt Jens Spörckmann. Anders als bei dem Theater auf der Wiese kann in den Sälen wieder mit einem aufwändigen Bühnenbild gearbeitet werden. Zuständig dafür war Tina Bundkirchen, die Fridas Kinderzimmer mit bunten Farben phantasievoll ausgestaltet hat. „Es gibt viele verrückte Details, der Schreibtisch sieht aus wie ein Drache oder einen Globus mit Schafen drauf“, erzählt Spörckmann. Überhaupt lassen sich einige Anspielungen auf Märchenmotive finden. Da das Stück wenig Musik enthält, kommen in der Neusser Inszenierung verschiedene Sounds und Rhythmen zum Einsatz.

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Sechs Wochen lang wurde an der Produktion gearbeitet. „Also ein ganz normaler Zeitraum“, sagt Prang und fügt hinzu: „zum ersten Mal nach anderthalb Jahren ist es wieder ein Gefühl von echtem Theater“. Dennoch gibt es noch einige Besonderheiten, die berücksichtigt werden mussten. So wird eine Art Orchestergraben Schauspieler und Publikum voneinander trennen. Das hat zur Folge, dass die Spielplätze auf der Bühne nebeneinander liegen und weniger zentriert sind. „Dennoch haben wir darauf geachtet, den Kontakt zu den jungen Zuschauern herzustellen“, sagt Spörckmann.

Info Für diese Termine gibt es noch Karten: 3. Oktober, 12 und 15 Uhr, 17. Oktober, 15 Uhr, 24. Oktober, 12 Uhr, 31. Oktober, 15 Uhr und 7. November, 15 Uhr.