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Neusser Zimmertheater Kabäuske feiert mit drei Einaktern Premiere

Zimmertheater Kabäuske Reuschenberg : Mit drei Einaktern in die neue Spielzeit

Was lässt die Corona-Pandemie zu? Vor dieser Frage stand das Ensemble des Zimmertheaters Kabäuske, als es seine nächste Spielzeit plante.

Vorhang auf zu einer ganz besonderen Spielzeit heißt es ab  Freitag, 24. September, beim Theaterkreis Kabäuske aus Reuschenberg - denn: The Show must go on. Unter diesem Titel hat sich das neunköpfige Ensemble in diesem Jahr für drei Einzelstücke entschieden, die dennoch durch einen roten Faden verbunden sind.

Eines war nämlich für den Theaterkreis klar: „Egal wo, wie und in welchem Umfang – wir wollten wieder spielen,“ formuliert Susanne Icking, die die große Spielfreude und den Spaß am Theater aller Beteiligten betont. Und ihr Mann, ebenfalls darstellender Künstler im Stück, ergänzt: „Wir konnten ja Anfang des Jahres noch nicht absehen, was erlaubt sein wird und wollten daher kein abendfüllendes Stück über drei Stunden einplanen.“ Die drei Einakter und auch die Monologe dazwischen hätten aber alle ein gemeinsames Thema und zeigen das fast wahre Leben bei Probenarbeiten im Theater.

Und dabei kommt wirklich jeder zu Wort: vom Techniker bis zum Regisseur, vom  Bühnenvorhang bis zum Scheinwerfer. Auch eines der Bretter, die bekanntlich die Welt bedeuten, hat etwas zu „sagen“. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind, wie in der ersten Szene mit dem Titel  „Was für eine reizende Bluse“, fließend. Auch beim vermeintlichen Technikcheck gleich zu Beginn der Vorführung fragt sich der Zuschauer, ob dieser nicht vielleicht doch echt ist.

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Anderthalb Stunden dauert die Vorführung, bei der nie mehr als drei Personen gleichzeitig auf der Bühne stehen, inklusive einer Pause. In diesem Jahr dürfen – pandemiebedingt – nur 68 Zuschauer je Vorführung kommen. Sie finden Platz an mit Abstand aufgestellten Bistrotischen im gut gelüfteten Pfarrsaal des Pastor-Bouwmans-Haus an der Kirche St. Elisabeth in Reuschenberg. Für einen guten Blick auf die Bühne sorgen drei verschieden hohe Emporen.

Das Schutzkonzept erfordert die Einhaltung der 3G-Regel. Der Nachweis über einen vollständigen Impfschutz, Genesung oder Test (nicht älter als 48 Stunden) muss vorgezeigt werden (Personalausweis dazu nicht vergessen). Die Maske darf am festen Sitzplatz abgenommen werden und für eine mögliche Kontaktverfolgung werden die Daten aller Zuschauer erfasst – dies geht gerne vorab über ein Formular, das zum Download unter www.kabaueske.de bereitsteht.

Der Theaterkreis Kabäuske ist eine Laienschauspielgruppe, die sich vor mehr als 30 Jahren aus einem Karnevalssketch heraus gegründet hat. 21 Crewmitglieder, die jetzt in der heißen Phase vor der Premiere fünfmal die Woche proben, sind am aktuellen Stück beteiligt – als Schauspieler oder Souffleuse, Techniker und Bühnenbauer, Service, Einlass oder an der Kasse. Vieles läuft in Eigenregie, auch das sehr reduzierte Bühnenbild - schließlich spielen die verschiedenen Episoden ja auf einer Probebühne – wird selbstgebaut und -gestrichen, die Requisiten kommen aus dem Fundus oder privatem Fundus.

Info Kartenvorbestellung (11 Euro/5,50 Euro (bis 12 Jahre) bei Susanne Icking 02131 460989 (täglich 19.30 bis 22 Uhr) – derzeit nur Warteliste möglich.