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Neuss: Neue Planspiele um Handball-Halle in Neuss

Neuss : Neue Planspiele um Handball-Halle in Neuss

Der Ort war bewusst gewählt: Auf einer Pressekonferenz im Neusser Swissotel besiegelten der Dormagener HC Rheinland und die HSG Düsseldorf gestern Nachmittag ihre neue Handballehe.

Die Spielgemeinschaft mit dem etwas sperrigen Namen "DDHC Rheinland" soll in der neuen Saison in der Zweiten Liga Jagd auf den Aufstieg in die "stärkste Liga der Welt" machen.

Seine Heimspiele will der DDHC im Wechsel in Dormagen und Düsseldorf austragen. "Doch weil man damit keine richtige Identifikation schaffen kann, streben wir auf lange Sicht den Bau einer neuen Veranstaltungsstätte an", sagt Frank Flatten, Manager der HSG Düsseldorf und künftiger Geschäftsführer des DDHC Rheinland, "und da wäre Neuss natürlich der ideale Standort". Das sieht Jürgen Steinmetz genauso. Der Stellvertreter des Landrats hat die Gespräche zwischen Dormagener und Düsseldorfer Handballern "positiv begleitet. Was hier angestoßen worden ist, ist ein praktisches Beispiel für das, was wir Metropolregion nennen."

Er erhofft sich dadurch nicht nur "eine Stärkung des Leistungssports in unserer Region", sondern auch, dass das Thema Multifunktionsarena wieder auf die Tagesordnung kommt. Der Rhein-Kreis hatte kürzlich eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, nach der Bedarf für eine solche Veranstaltungsstätte für 4000 bis 5000 Zuschauer besteht.

Dabei sind nach NGZ-Informationen zwei Standorte im Gespräch: einer an der Kreisgrenze zwischen Korschenbroich und Mönchengladbach und einer in Neuss. Allein schon aufgrund der günstigen Verkehrsanbindung wird offenbar der Bereich Stresemannallee/Willy-Brandt-Ring favorisiert. Vorbild könnte die Wetzlarer Rittal-Arena sein, die bereits in den später verworfenen Überlegungen zur Neugestaltung der Galopprennbahn eine Rolle spielte. Damals war eine Umsetzung unter anderem an einem fehlenden "Ankermieter" gescheitert — der wäre jetzt im "DDHC Rheinland" gegeben.

(NGZ/rl)