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Rheurdt: Schaephuysener wollen das Nachtleben fördern

Artenvielfalt-Projekt in Rheurdt : Schaephuysener wollen das Nachtleben fördern

Ein neues Teilprojekt des „Wandelwegs der Artenvielfalt“ ist Fledermäusen und Nachtfaltern gewidmet. Für sie soll auf einer Straßeninsel ein kleines Biotop entstehen – als zur Nachahmung emfohlenes Beispiel für Gartenbesitzer.

Mit immer wieder neuen Gestaltungsideen macht der Verein für Gartenkultur und Heimatpflege seinen Wandelweg der Artenvielfalt zur attraktiven Runde durchs Dorf. Das neueste Teilprojekt ist dem „Nachtleben von Schaephuysen“ gewidmet. Es geht um Fledermäuse und deren Nahrungsquelle, nämlich die Nachtfalter. Der Verein möchte für diese Tiere einen kleinen, beispielhaften Lebensraum schaffen – und damit andere Menschen ermuntern, selbst naturnahe Gärten und Vorgärten anzulegen, um auf diese Weise etwas für die Artenvielfalt zu tun.

Ort des Nachtleben-Projekts wird die begrünte Verkehrsinsel an der Eichenstraße in der Baumsiedlung, wo bereits ein Projekt zum Thema Wildbienen entsteht. Die Bienen seien tagsüber aktiv. „Es geschieht aber auch viel in der Nacht“, erläuterte am Dienstag Claudia Koschare, Vorsitzende des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege. Das Nachtleben-Projekt werde daher als Ergänzung auf den Weg gebracht. Der Verein Artenschutz in Franken konnte als Projektentwickler gewonnen werden, Sponsor ist die Deutsche Postcodelotterie.

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Die Duisburger Landschaftsarchitektin Britta Kleiber hat ein Konzept für das „Nachtleben von Schaephuysen“ entworfen. Es solle ein Biotop für Fledermäuse und Nachtaktive Insekten entstehen. Auf den Bäumen der Verkehrsinsel werden Nistkästen für Fledermäuse angebracht. „Ein pflegeleichtes Magerbeet mit Totholzelement unterstützt die Ansiedlung weiterer Insekten und Käfer und bietet ein für Gärten vielleicht untypisches Beispiel dafür, dass auch auf steinigem, trockenem Untergrund schöne und ökologisch wertvolle Gartenbereiche entstehen können“, heißt es im Konzept. Die vorhandene Straßenlaterne sei für Fledermäuse ungünstig, Britta Kleiber schlägt vor, diese mit einem anderen Leuchtmittel zu versehen.

Ein Teil der Fläche soll mit Hochbeeten versehen und Bürgern im Sinne des „Urban Gardening“ zur Verfügung gestellt werden: „Eine Auswahl an Kräutern erfüllt so eine Doppelfunktion als Insektenweide und öffentliches Kräuterbeet.“ Ein Sitzbereich werde überdacht und das Dach üppig begrünt, als Beispiel „wie durch sinnvolle Gestaltung Garagen und Carports ökologisch wertvoll eingebunden werden können“.

Das komplette Konzept steht unter www.vfguh-schaephuysen.de/projekte