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Berlin Tag und Nacht: Veenerin Katharina Kock hat eine Rolle

Aus Veen nach Berlin Tag und Nacht : Das Dorf macht stark für Berlin

Katharina Kock ist in der Bönninghardt und in Veen aufgewachsen und durch „Berlin Tag und Nacht“ bekannt geworden. Doch ihre Heimat hat sie nicht vergessen. Sie kommt Anfang November zu den „Veener Dorfgesprächen“.

Was Dorf alles kann“ ist die Talkrunde bei der dritten Auflage der „Veener Dorfgespräche“ im Spargelhof Schippers überschrieben, die am Samstag, 6. November, 18.15 Uhr, von Sascha van Beek moderiert wird und mit bekennenden „Landeiern“ besetzt ist, die weit über das Krähendorf hinaus bekannt sind. Eins davon ist Katharina Kock, die in Berlin lebt und aus der Daily Soap „Berlin Tag und Nacht“ (RTL II) einem vornehmlich jungen TV-Publikum bekannt ist. Sie hat der Redaktion einen Brief an die RP-Leser in ihrer niederrheinischen Heimat geschrieben, den wir hier gerne veröffentlichen.

„Hallihallo, ich bin Katharina, ein Dorfkind durch und durch. Ich bin in Xanten geboren und in Bönninghardt aufgewachsen. Seit meiner Kindheit bin ich quasi 24/7 in Veen unterwegs, nicht nur meine Grundschule war hier und somit alle meine Freunde. Auch meine Oma und mein Opa wohnen beziehungsweise wohnten in Veen.

Ich habe so gut wie jede Aktivität, die im Dorf möglich ist, mitgemacht. Angefangen im Ferienlager Veen, wo ich sowohl als Kind als auch als Betreuerin mitgefahren bin. Ich habe voller Herzblut im Krähenballett mitgetanzt und ich muss sagen, dass war mit einer der schwersten Abschiede, als ich in die Stadt gezogen bin.

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Das Ballett fehlt mir noch heute, generell fehlt mir das ganze Dorfleben. Spoiler, werde ich irgendwann mal Kinder in die Welt setzen, komme ich zurück, haha. Im Dorf ist einfach ein Zusammenhalt, den man nirgendwo sonst kennt. Jeder ist für jeden da. Natürlich gibt es auch Lästereien – ist doch klar, wenn jeder jeden kennt. Aber ihr könnt mir glauben, in der Stadt gibt es das auch. Nur im Dorf verzeiht man und in der Stadt nicht!

Okay, jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift. Neben dem Krähenballett habe ich mich auch ein Jahr im Fußball bei Borussia Veen versucht, aber ich bin kläglich gescheitert, weil ich ziemlich schlecht war. Mein Papa sagt immer, wenn irgendwo was los ist, dann ist Katharina auch dabei, haha.

So wurde ich 2013 Schützenkönigin des Ferienlagers und 2015 Spargelkönigin. 2017 hieß es dann bye, bye Bönninghardt und Veen, hallo Leipzig. Hier habe ich zwei Jahre studiert und in meinen zweiten Semesterferien mal in die Fernsehbranche bei „Leben Lieben Leipzig“, eine Serie bei RTL II, reingeschnuppert. Da hab’ ich noch nicht daran gedacht, dass ich das überhaupt kann, so ohne Erfahrung, haha. Das war aber nur eine Pilotstaffel – also 15 Folgen zur Probe. Also hab’ ich erstmal ganz normal weiter studiert. Die Serie wurde dann leider abgesetzt. Aber es dauerte nicht lange, da kam mitten in einer Vorlesung der Anruf: „Wir wollen dich bei ,Berlin Tag und Nacht’“.

Also hieß es: Sachen packen, ab nach Berlin. Geplant waren drei Monate, und da wären wir nun bei zwei Jahren und fünf Monaten. Es macht mir top unglaublich viel Spaß, und dass man kein gutes Geld verdient, wäre auch gelogen. Aber meine Heimat habe ich dabei nie vergessen und das werde ich auch nicht. Ich bin mindestens einmal im Monat zu Hause bei meiner Familie und meinen Freunden.

Selbst wenn in Berlin meine Welt untergehen würde, wüsste ich, dass ich immer nach Hause ins Dorf kommen kann, und genau das macht Bönninghardt, Veen und alle Dörfer drumherum aus! Ach ja: Einen so tollen Kegelclub, wie ich ihn habe, den gibt es auch nur auf dem Dorf. In der Stadt weiß man nicht mal, was das ist – ein Kegelclub. Schande, hahahahaha.“

(jas)