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Nettetal: Ludbach-Passage ist komplett

Nettetal : Ludbach-Passage ist komplett

Die neue Einkaufsmeile in der Lobbericher Innenstadt feiert einmonatiges Bestehen. Bisher zeigen sich alle Beteiligten äußerst zufrieden mit dem Geschäft. Auch für die schlechte Verkehrssituation gibt es nun eine Lösung.

Seit vier Wochen können die Nettetaler in der neuen Ludbach-Einkaufspassage in Lobberich bummeln. Am 29. September öffnete die 8000 Quadratmeter fassende Galerie mit zwölf Geschäften ihre Pforten.

Der Bürgermeister persönlich saß damals bei dm an der Kasse. Nun sitzt er zwar wieder im Rathaus, aber dafür kam gestern mit dem Elektromarkt Medimax das dreizehnte Geschäft in die Passage.

Norbert Backes vom Werbering Lobberich ist begeistert von der neuen Einkaufsmöglichkeit: "Wir sind wirklich mehr als zufrieden mit der bisherigen Entwicklung.

Die Resonanz, vor allem am verkaufsoffenen Sonntag, war überwältigend." Und auch der Lobbericher Innenstadt verschafft die Passage mehr Besucher. "Die Frequenz für die Innenstadt hat sich erheblich erhöht", sagt Backes. Das merkt er selbst täglich in seinem Fahrradladen an der Straße Sankt Sebastian.

Das Geschäft läuft gut

Auch bei den Besuchern kommt die Passage gut an. Vor allem der Lebensmittelmarkt Kaufland und die dm-Drogerie ziehen eine Menge Einkäufer an. "Ich komme regelmäßig einmal in der Woche hierher, um Lebensmittel und Kosmetik zu kaufen, und bin sehr begeistert von dieser neuen Einkaufsmöglichkeit", sagt Beate Meis.

Kim und Nina sind beide zwölf Jahre alt und verbringen die freien Tage in den Herbstferien am liebsten in der Make-up-Abteilung bei dm und im Eiscafé Artusi. Einige Geschäfte finden sie jedoch überflüssig: "Bäckereien und Apotheken gibt es doch eigentlich schon genug in Lobberich."

Die Filialleiter der Geschäfte zeigen sich ebenfalls zufrieden mit dem Verkauf. "Für ein richtiges Fazit muss man sicherlich noch einige Wochen verstreichen lassen, aber bisher läuft es meiner Meinung nach wunderbar. Der Renner sind vor allem die Heimtextilien", sagt Sarah Reinhard, Filialleiterin bei Depot. Allgemeine Zahlen zur Besucherzahl in der Passage werden laut David Lüngen von der Stadtverwaltung nicht erhoben. "Wir sehen aber ein sehr großes Interesse an der Passage und eine deutliche Belebung der Innenstadt", sagt er.

Inzwischen hat sich auch die viel beklagte Verkehrssituation vor der Passage beruhigt. Seit der Eröffnung des Einkaufszentrums hatten die Lobbericher regelrechtes Großstadt-Feeling vor der Tür. Im Umfeld der Passage kam es täglich zu Stop-and-Go-Verkehr. Vor allem auf der Freiheitstraße und dem Fenland-Ring brach regelmäßig der Verkehrsfluss zusammen. Einige Bürger überlegten gar wegzuziehen, weil sie keine Chance mehr hatten, aus ihren Einfahrten herauszufahren.

Kritisiert wurde außerdem, dass auch Rettungs-und Polizeiwagen nicht schnell genug durchkämen. Der Grund für das Chaos waren die versetzten Ampelphasen in der Freiheitsstraße, die eigentlich gleich geschaltet werden sollten. Gestern wurden die Ampeln nun neu eingestellt. "Zudem sind Kollegen auf der Straße, die den Verkehrsfluss überprüfen", sagt Lüngen.

(RP)