Lichterfest Kaldenkirchen und Lobbericher Adventsmarkt

Kaldenkirchen : Stimmungsvolles Lichterfest

Zum 24. Mal lockte das Lichterfest Kaldenkirchen Besucher auch jenseits der Grenze.

Eine kleine Eisenbahn für die jüngsten Lichterfestbesucher dreht ihre Runden um einen Nikolaus auf seinem Schlitten. Die Fußgängerzone von Kaldenkirchen wird von der Weihnachtsbeleuchtung erhellt, der Kirchturm von St. Clemens taucht in immer neue farbige weihnachtliche Motive. Das ist eine Premiere: die Firma B&B Eventure, die normalerweise auf Technopartys für die Lightshow sorgt, hat sich die stimmungsvolle Beleuchtung einfallen lassen.

Es ist das Wochenende des Lichterfestes in Kaldenkirchen. Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und Glühwein, Mützen, Schals und Taschen, Spielzeug und Schmuck, Adventsgestecke und Weihnachtsschmuck sowie reichlich Nahrung für die Menschen, all dies wird an den 28 Ständen des vorweihnachtlichen Marktes angeboten. Kulinarisch aus dem Rahmen fällt der Stand der Tamilischen Schule Nettetal, die Gemüsereis und gefüllte Teigröllchen zubereitet.

Das Lichterfest ist kein rein kommerzieller Markt. Jede Aussteller spendet einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck. Um die 5000 Euro können so zusammenkommen. Die werden dann auf sieben oder acht Institutionen in Nettetal verteilt.

Einen großen Anteil am Spendenaufkommen haben die Toten Tanten. Die sind weder tot noch Tanten, sorgen aber mit ihren Heißgetränken mit und ohne Alkohol für gute Stimmung auf dem Markt. Seit 19 Jahren kochen Birgit Sittardt, Susanne Schumacher, Wilfried Dammer, Michael Ackermann und ihre Mitstreiter die heißen Getränke auf dem Lichterfest. „Da kommt schon ein vierstelliger Erlös zusammen“, sagt Dammer. Und großen Spaß macht es ihnen nebenbei auch.

Bei Ma&Na Handarbeiten sitzen Mutter und Tochter vor ihrem Selbstgenähten. Marion Cuypers und Nadine Östreich „nähen für Nettetal“. „Wir lassen uns immer was Neues einfallen“, erklären sie und verweisen auf ihre Mützenauswahl: Saunamützen, Schlafmützen, Fahrradmützen, Halssocken – da gibt es nichts, was es nicht gibt.

Aus Belgien und den Niederlanden sind Aussteller angereist. Sonja van Kriewelhaus kommt aus Belfeld und bietet ihre Taschen, Mützen und Schmuck an. Der Besuch könnte besser sein, findet sie und macht das ungemütliche Wetter dafür verantwortlich. Auch Besucher reisen aus den Niederlanden an: „Ich kaufe in Kaldenkirchen alles, Jacken, Gürtel und so weiter“, erklärt ein Gast aus Tegelen und sucht sich einen neuen Gürtel aus. Auch die Volksbank Krefeld ist vertreten: Am Samstag schieben Karin Braun und Monika Golembek ihren Dienst, verkaufen Lose und Kaffee. „Die Volksbank möchte auch etwas für das Gemeinwohl tun.“ Ingrid Thelen und Waltraud Seis stehen an ihrem Stand von Haus Maria Helferin. Neben Zugekauftem bieten sie selbstgemachte Holzarbeiten und Gestecke an.