Diskussion um Abfallgebühren in Nettetal

Nettetal : Überschuss bei den Abfallgebühren

Im Jahr 2018 gab es bei der Abfallentsorgung einen Überschuss von 384.474,11 Euro.

(hb) Für die Müllabfuhr haben die Nettetaler 2018 zu viel Gebühren bezahlt. In diesem Jahr wurde ein Überschuss von über 384.000 Euro erzielt. Natürlich wird das Geld dem Gebührenausgleich im Jahresabschluss 2019 zugeführt. Den Gesamtkosten von 3,002 Millionen Euro standen Erlöse von 3,165 Millionen gegenüber. Überschüsse aus den Vorjahren führen zu den 384.000 Euro Überschuss. Sowohl die Transport- als auch die Entsorgungskosten liegen unter den kalkulierten Ansätzen.

In der Vorlage der Verwaltung für den Haupt- und Finanzausschuss werden als Hauptursache für die Unterschreitung der Kosten die zu hoch angesetzten Gebührensätze des Kreises genannt. Diese wurden im Jahr 2018 noch auf Grundlage der Durchschnittswerte der Jahre 2015 bis 2017 angesetzt. Hans-Willy Troost, Vorsitzender der FDP-Fraktion, machte darauf aufmerksam, dass der Kreis für die Jahre 2018 bis 2020 bereits eine Gebührensenkung beschlossen habe. Kämmerer Norbert Müller kommentierte: „Wir wissen, dass der Kreis keine Fehler macht.“ Mit der Festsetzung einer mehrjährigen Gebühr werden derart hohe Abweichungen jedenfalls für 2019 und 2020 nicht mehr anfallen.

Beim Gebührenhaushalt 2020 sind leicht niedrigere Gebühren  vorgesehen. Der errechnete Gebührenbedarf sinkt von 2,67 Millionen Euro in 2018 über 2,42 Millionen in 2019 auf 2,38 Millionen Euro in 2020. Während die Pauschalgebühren für die grauen und braunen Tonnen um fünf Prozent steigen, reduziert sich die Leistungsgebühr bei einer 90-Liter-Tonne um 3,2 Prozent, bei einer 120-Liter-Tonne um 6 Prozent.

Interessant ist die Übersicht über einen längeren Zeitraum. 2,38 Millionen Gebührenbedarf in 2020 ist der niedrigste in neun Jahren. Die Entwicklung der Gebühren hängt weiterhin stark vom Verhalten der Nutzer ab, sprich von der Gesamtmüllmenge. Der Gebührenbedarf ist kontinuierlich von Jahr zu Jahr gesunken, zeitweise um 9 oder sogar 9,5 Prozent. 2012 lag er noch bei 3,518 Millionen Euro, das sind 1,2 Millionen Euro mehr als für 2020 angesetzt sind. Die Gebührenkalkulation wurde einstimmig beschlossen.