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Viersen: Der rheinische Altbier-Mann

Viersen : Der rheinische Altbier-Mann

Wenn Andreas Born auf Bierbörsen im ganzen Land mit seinen Fässern anrollt, hat er vor allem Altbier im Gepäck. Der Gerstensaft aus Düsseldorf ist sein Lieblingsbier und bedeutet für ihn zugleich ein Stück Heimatgefühl.

Andreas Born weiß genau, wie Mexiko schmeckt. "Nach Chilli", erklärt er — und trotzdem mischt sich der Geschmack von herbem Hopfen zwischen die Geschmacksknospen beim Genuss des Gerstensaftes aus dem Land der Inkas. Der Nettetaler ist ein Exot unter seinen Kollegen. Von jedem Bier kennt er den Geschmack, zu jedem Getränk kann er eine kleine Geschichte erzählen. So auch die Sorte "Samichlaus" — 14 Prozent Alkohol. Das Besondere: Das Bier wird nur am Nikolaustag gebraut.

Andreas Born kommt viel rum: Auch seine Bierauswahl lässt sich anhand einer Landkarte ablesen — 146 verschiedene Sorten aus der ganzen Welt hat er im Programm. Und doch liegt ihm ein Bier ganz besonders am Herzen: "Füchschen Alt". "Ich bin sehr heimatverbunden. Ich fühle mich sehr zur Stadt Düsseldorf verbunden — das Altbier ist ein Bier, das es verdient hat, in der ganzen Welt getrunken zu werden", erklärt der Nettetaler Gastronom, der sonst außerhalb von Bierbörsen das Café-Bistro Schickeria am Nettetaler Markt betreibt.

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Doch er schenkt nicht nur am heimischen Tresen aus — er geht auch mit seinen Flaschen und Fässchen auf Reisen. So war er kürzlich bei der Leipziger Bierbörse zu Gast. Rund um das Völkerschlachtdenkmal flossen für Tausende Besucher etwa 35 000 Liter Hopfensaft. 850 Biersorten und 80 Brauer aus dem In- und Ausland. Andreas Born mit seinen Altbieren und anderen exotischen Bieren mitten drin.

Mit einem kleinen Fässchen hat er besonders auf sich aufmerksam gemacht: Auf dem schwarzen Fässchen sind zwei jubelnde Füchschen zu sehen. Darunter steht: "Freistößchen!". Innen drin fein-herbes Altbier aus Düsseldorf. "Wenn ich auf die Bierbörsen komme, sagen die Leute 'Da ist der Altbier-Mann aus dem Rheinland'", erzählt er lachend. Und so war er schon auf Bierbörsen im ganzen Land — Berlin, Leverkusen, München, Mainz und Bonn. "Das Altbier ist ein wichtiger Bestandteil der Braukunst — ich finde es schade, dass es außerhalb des Rheinlandes nur so wenig getrunken wird", erklärt Andreas Born, der seit sechs Jahren auf Bierbörsen sein Lieblingsbier vermarktet.

"So eine Börse ist ein echtes Happening. Die Gemeinschaft untereinander ist toll", schwärmt der "Füchsen-Mann" und ergänzt: "Witzig ist es, wenn man Exil-Düsseldorfer irgendwo anders in Deutschland trifft — das Alt weckt Heimatgefühle und man kommt sofort ins Gespräch mit anderen Leuten."

(RP/rl)