Fußball: Noch ein Sieg fehlt zur Landesliga

Fußball : Noch ein Sieg fehlt zur Landesliga

Der VfL Repelen hält alle Trümpfe in der Hand. Gewinnt er morgen sein letztes Saisonspiel in der Fußball-Bezirksliga gegen die SGP Oberlohberg, hat er Titel und Aufstieg perfekt gemacht.

Für das heimische Quartett in der Fußball-Bezirksliga heißt es am Sonntag Abschied nehmen. Während der GSV Moers II, FC Meerfeld und Preußen Vluyn den bitteren Weg zurück in die Kreisliga A nehmen müssen, könnte der Weg für den VfL Repelen nach nur einem Jahr Bezirksliga direkt in die Landesliga führen. Die Repelener empfangen am letzten Spieltag die SGP Oberlohberg und brauchen einen Sieg, um den Titel klarzumachen. Tabellenführer Genc Osman Duisburg hat zwar zwei Punkte Vorsprung, ist aber am letzten Spieltag wegen des Rückzugs von Hertha Hamborn spielfrei. Wobei die VfL-Anlage morgen gleich zwei Endspiele erlebt. Denn die Repelener Drittvertretung trifft zuvor im Topspiel der Kreisliga C, Gruppe 3, auf den MSV Moers III. Der Sieger dieser Partie steigt direkt in die Kreisliga B auf. Es wir also mächtig etwas los sein an der Stormstraße.

Als der VfL Repelen letztmalig in der Spielzeit 1978/'79 in der Landesliga spielte, da war der jetzige Trainer Sascha Weyen knapp fünf Jahre alt und die meisten seiner Spieler noch nicht geboren. Damals kickten Bernd Mährdich, Christian Forster und Bernd Paßman unter Trainer Peter Türk noch auf roter Asche, während die heutige Generation zwischen Kunst- und Naturrasen wählen kann. "Es war aber auch die Zeit, da bei hiesigen Unternehmen die Mark etwas locker saß, um den Amateursport zu unterstützen", erinnert sich Repelens Fußball-Abteilungsleiter Georg Gaidt. In der Gegenwart kann die Fußballabteilung des VfL noch mit weiteren Erfolgen glänzen. Die A-und C-Junioren wurden Meister ihrer Leistungsklasse und spielen demnächst um den Aufstieg in die Niederrheinliga. Bei den Frauen schaffte die Reserve den Sprung in die Bezirksliga, wo auch die Erstvertretung aktiv ist.

Was das "Finale" der ersten Herrenmannschaft anbelangt, bedarf es keiner großen Motivationskünste des Trainers. "Wenn man so kurz vor dem Landesliga-Aufstieg steht und noch Motivation braucht, dann glaube ich, man sollte die Sportart wechseln", so Sascha Weyen, der seit zweieinhalb Jahren auf der Repelener Trainerbank Verantwortung trägt. Als er die Mannschaft übernahm, drohte dem VfL Repelen der Absturz in die Kreisliga B. "Am Sonntag klopfen wir an die Tür zur Landesliga", betont Weyen und sieht eine geradezu sensationelle Entwicklung seiner jungen Mannschaft. "Ich glaube, dies hat keiner von uns erwartet, schließlich waren wir ja Aufsteiger in die Bezirksliga", so der VfL-Erfolgscoach weiter. Beim großen Show-down wird lediglich Henning Ahlborn verletzungsbedingt fehlen. Er ist so etwas wie der Pechvogel, denn nach seinem Wechsel vom Landesligisten VfL Tönisberg nach Repelen hinderten ihn immer wieder Blessuren an einen kontinuierlichen Einsatz. Dafür hat sich Dennis Kiljan wieder gesund zurückgemeldet und will die letzten 90 Minuten der aktuellen Spielzeit in Repelen noch einmal besonders genießen.

(js)
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