Fechten: Keine Angst vor Herausforderungen

Fechten : Keine Angst vor Herausforderungen

Bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften der Florettfechter vertraut der ausrichtende FC Moers am Wochenende einmal mehr auf seine Erfahrungen bei Großveranstaltungen. Die eigenen Starter gehen als Außenseiter ins Rennen.

Es sind nicht die ersten nationalen Titelkämpfe, die der Fechtclub Moers am Wochenende im Enni-Sportpark durchführen wird. Dennoch schläft Chef-Trainer Herbert Wagner derzeit nicht besonders gut. "Ich bin ja mittlerweile ein alter Hase, was solche Aufgaben betrifft. Aber will man sich und den guten Ruf des Vereins ja nicht unnötig auf die Probe stellen, also liege ich nachts oft wach und gehe die Abläufe in Gedanken wieder und wieder durch", gibt er zu. Mehr als 250 Florettfechter(innen) erwarten Wagner und seine Mitstreiter vom FCM am Wochenende zu den Deutschen B-Jugendmeisterschaften in der Grafenstadt.

In den Einzel-Wettbewerben treten jeweils 64 qualifizierte Nachwuchs-Musketiere der Jahrgänge 2000 und 2001 an. Weil die Titelkämpfe sowohl für Mädchen, als auch Jungen ausgeschrieben sind, wird es am Samstag Abend vier neue Deutsche Meister(innen) geben. 256 startberechtigte junge Sportler malen sich in Gedanken also ihre Chancen aus. Der gastgebende Verein aus Moers schickt einige Talente ins Rennen. "Ernsthafte Medaillenchancen rechnen wir uns in diesem Jahr allerdings nicht aus", sagt Wagner. Lediglich Niklas könnte realistischerweise den Sprung aufs Treppchen schaffen - mit der Mannschaft Nordrhein I könnte er am Ende tatsächlich Edelmetall einheimsen.

Die jungen Damen des FC Moers werden durch Hannah Schweikart, Carolina Busch, und Johanna Féron vertreten. "Hannah ist im vergangenen Jahr in die Runde der letzten 32 vorgestoßen. Wenn sie es diesmal noch eine Runde weiter schafft, wäre das eine schöne Bestätigung ihrer Form. Selbst der Sprung ins Finale der besten Acht ist nicht unmöglich", urteilt Wagner. Im jüngeren Jahrgang 2001 starten Greta Jansen und Annabelle Charlotte Peters.

Bei den Jungen ruhen die Hoffnungen im Einzel ebenfalls auf Niklas Stieren. Er geht im Jahrgang 2000 mit Außenseiterchancen in die Titelkämpfe und wird begleitet von Gregor Branscheid, der in der Konkurrenz des jüngeren Jahrgangs antreten wird.

"Wir haben zwar in Moers mittlerweile beste Bedingungen für die Ausbildung unserer Fechter, aber leider fehlt uns zur Zeit der Nachwuchs in der Breite. Möglich, dass es sich nur um ein temporäres Phänomen handelt, aber wir müssen unsere Anstrengungen ausweiten, um wieder mehr Kinder für diesen schönen Sport zu begeistern", sagt Wagner. Am Sonntag werden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen, wo die Moerser Vertreter in den diversen Teams des Landesverbands Nordrhein zum Einsatz kommen werden. Jeweils fünf Quartette gehen an den Start.

Die Ausrichtung der Titelkämpfe ist erneut eine Herausforderung, aber der FCM hat vor dieser Aufgabe keine Angst, allenfalls Respekt: "Die jungen Leute bringen viele Familienangehörige mit nach Moers, die alle ein Recht haben, sich bei uns wohl zu fühlen. Dafür werden wir wieder einmal hart arbeiten", versichert der Chef-Trainer.

(RP)
Mehr von RP ONLINE