Handball: Frauen des TuS Lintfort vor ihrer Heimpremiere

Handball : Frauen des TuS Lintfort vor ihrer Heimpremiere

Die Drittliga-Handballerinnen aus der Klosterstadt bekommen es nach dem Traumstart in Fritzlar morgen mit Mainz-Bretzenheim zu tun.

Nach dem überraschenden 27:23-Erfolg beim Titelaspiranten Germania Fritzlar bestreiten die Handballfrauen des TuS Lintfort morgen ihr erstes Heimspiel in dieser Saison. Dabei empfangen sie in Gestalt der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim eine Mannschaft, die sich auf die Fahne geschrieben hat, im oberen Tabellendrittel mitzumischen. Allerdings ging der Auftakt für die Gäste mächtig daneben, denn sie verloren vor heimischem Publikum gegen die HSG Kleenheim mit 35:36.

Im Gegensatz zur ersten Partie sind die Klosterstädterinnen personell besser aufgestellt, denn sowohl Prudence Kinlend als auch Caroline Mook sind wieder mit von der Partie. Ungewöhnlich allerdings ist der Spieltermin am Samstagabend, denn normalerweise bestreitet der TuS seine Heimspiele stets sonntags um 16 Uhr. "Die Erklärung für den Samstag ist ganz einfach", sagt Bettina Grenz-Klein, Trainerin des TuS Lintfort. "Am Sonntag hätten wir wieder zeitgleich mit Weibern gespielt und erneut auf Prudence verzichten müssen." Trotz des eigenen Erfolges und der Mainzer Auftaktniederlage ist es ratsam, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Die Gäste haben sie sich gegenüber der Vorsaison extrem verstärkt und sind dabei sehr gefährlich aus dem Rückraum geworden. Allerdings mussten sie auch bereits zwei deftige Nackenschläge einstecken, denn in Kreisläuferin Lara Leukefeld und Regisseurin Melani Marcantonio zogen sich zwei tragende Säulen der Mannschaft in der Vorbereitungsphase einen Kreuzbandriss zu und werden aller Voraussicht nach bis zum Saisonende ausfallen.

"Wir müssen uns im Klaren sein, dass es sich um ein neues Spiel mit neuen Vorzeichen handelt und uns nicht auf dem Sieg in Fritzlar ausruhen", warnt Bettina Grenz-Klein. Die Stärken vom Auftakt müssen wieder abgerufen werden, als da wären die gute Abwehrleistung in Zusammenarbeit mit der Torhüterin und die enorme Kampfbereitschaft. "Mit unserer Aggressivität in der Deckung haben wir den Gegner mürbegemacht", erinnert sich die Trainerin. "Das muss unbedingt wieder abgerufen werden, um gegen den starken Mainzer Rückraum bestehen zu können. Aus taktischen Gründen haben wir letzte Woche das Tempo häufiger verschleppt. Mit der neuen Personalsituation werden haben wir allerdings wieder mehr Möglichkeiten."

(ut)