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Basketball: Oberliga-Damen wollen Favoriten ärgern

Basketball : Oberliga-Damen wollen Favoriten ärgern

Basketball ist bei den Oberliga-Damen der BG Kamp-Lintfort Herzenssache. Dass das eigentlich zur offiziellen Saisoneröffnung geplant Testspiel ausfallen musste, weil der Gegner kurzfristig abgesagt hatte, wurde dann auch nicht weiter tragisch genommen. Man machte aus der Not eine Tugend und improvisierte ein Spielchen untereinander.

Für eine Antwort auf die Frage, was sie sich für die anstehende Spielzeit wünschen, brauchte das BGL-Trainergespann keine lange Bedenkzeit: "Dass die Spielerinnen von schweren Verletzungen verschont bleiben", antworteten Uwe Hellmann und Peter Hagel einstimmig. Hellmann ist in erster Linie für die Konditionsarbeit verantwortlich, Peter Hagel für die Taktik. Einigkeit besteht auch darin, dass die Abgänge von Sarah Kroniger, Nina Boersma, Mareen Thimm und Sonja Plaßmeier nicht leicht zu verkraften sind. Typisch BGL, dass man den genannten Spielerinnen den Dank für ihren Einsatz und die erbrachten Leistungen aussprach, verbunden mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Doch richtete sich bei der Teampräsentation das Hauptaugenmerk auf das Trio der Neulinge, die allesamt Oberliga-Erfahrung mitbringen. Sarah Berft spielte bei Schalke 04, Carina Heinz bei NW Oberhausen und Lisa Rauter bei der BG Duisburg-West. "Wir sind über diese Zugänge, die uns wirklich helfen können, sehr froh", sagt Peter Hagel, der keine Prognose stellen mag, wie das Team am Ende der Saison abschneidet. Nur soviel sei klar: "Die Mannschaft ist auf einem guten Weg."

Uwe Hellmann wagt sich da schon ein bisschen weiter vor: "Wir möchten die Favoriten, wie zum Beispiel Oberhausen oder Neuss, schon ein bisschen ärgern." Daneben sei die Situation aber auch noch ziemlich undurchsichtig, weil einige Vereine doch tief in die Vereinsschatulle gegriffen hätten. Die Neuen bei der BGL sind indes ohne Geld gekommen. Carina Heinz, die Center und Flügel spielen kann, verriet bei der Saisoneröffnung, dass sie in Lintfort "sehr, sehr freundlich aufgenommen" worden sei und meint weiter: "Die Mannschaft will nicht nur einfach mitspielen, sie will mehr. Ich wurde von Anfang an auch nicht als Konkurrenz, sondern als Verstärkung angesehen." Jetzt wünschen sich alle, dass es endlich losgeht.

(bert)