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Reitsport: Barockpaare legen Wert auf ihr Äußeres

Reitsport : Barockpaare legen Wert auf ihr Äußeres

Trotz eines verregneten Samstags zogen die Organisatoren des Rayener Herbstturniers ein positives Fazit. Julia Kempkes vom Ausrichter konnte sich auf ihrer Friesenstute Hendrika gleich dreimal in verschiedenen Prüfungen platzieren.

Claudia Stangl und Sandra Kempkes staunten nicht schlecht. Mit bangen Blicken zum tief wolkenverhangenen Himmel hatten sie am Samstag eine Flut von Absagen für das Reitturnier des RuFV Rayen erwartet. Aber es kam ganz anders: Trotz des Dauerregens erschienen die Turnierteilnehmer mit ihren Pferden in der zuvor einkalkulierten Zahl auf der Anlage des Reitstalls Westerweck. Das war gut – für das Turnier und für die Kasse. Am Sonntag wurden die fleißigen Damen und das Organisatorenteam des ausrichtenden Vereins mit Sonnenschein und trockenem Untergrund für ihre Arbeit belohnt.

Wie in den Jahren zuvor setzte die Veranstaltung auf besondere Prüfungen – überwiegend für Barockpferde. Das bedeutet für die Rayener durchaus eine Ausnahmestellung unter den Turnieren im Pferdesportverband Rheinland. "Möglicherweise ist das auch der Grund dafür, dass sich die Aktiven von den Wetterbedingungen nicht haben abhalten lassen, hierher zu kommen", spekulierte Pressewartin Claudia Stangl. Allerdings wurden Pferd und Reiter allein bei der Prüfungsvorbereitung doch ziemlich nass, ehe in der Halle die Turnierrichter auf die Paare warteten. Der Abreiteplatz lag nämlich draußen, und die Paare trotzten dem Niederschlag. Vor allem am Sonntag strömten dann auch die Zuschauer an den Waldweg, um sich das bunte Treiben anzuschauen. Im Gegensatz zu den reinen Sportpferden wird bei den Barockrassen großen Wert auf das äußere Erscheinungsbild des Paars gelegt. Bunte Verzierungen sind kein seltenes Bild bei derartigen Turnieren.

Aber die sportlichen Leistungen waren auch zu bewerten, und hier schnitten einige Rayener prima ab. Julia Kempkes beispielsweise platzierte sich gleich dreimal in verschiedenen Prüfungen mit ihrer Friesenstute Hendrika. Zwei Silberschleifen erhielt sie für ihre Leistungen in der Einzel-Kür der A-Dressur und im Dressur-Kür-Wettbewerb. Dritte wurde sie zudem in der Dressurprüfung der Klasse A. Elke Vutz gewann die Einzel-Kür mit Musik auf Dark Angel. Außerdem wurde sie gemeinsam mit André Oedinger in der Paar-Kür Vierte. Hier sattelte sie Tiffany. Den zweiten Rang holte sich Sonja Best mit Dark Dream in der Dressurprüfung der Klasse A und Platz sieben gelang ihr bei der Vorstellung der Dressurpferdeprüfung auf A-Niveau. Und so zogen Claudia Stangl und Sandra Kempkes ein positives Fazit des Turnierwochenendes. "Sportlich ist alles prima für die Aktiven gelaufen. Wir als Verein dürfen auch sehr stolz auf die Resultate unserer Starter sein. Das Pech mit dem Wetter am Samstag ließ sich nicht beeinflussen. Im vergangenen Jahr war es dagegen brütend heiß – beides ist nicht optimal. Aber solange ein Barockpferde-Turnier so angenommen wird, machen wir unverdrossen und engagiert auch so weiter wie bisher", erklärte Sandra Kempkes nach Abschluss des Turniers.

(RP)