Moers: Musik-Reise mit den "Witches of Pitches"

Moers: Musik-Reise mit den "Witches of Pitches"

Auf der "Queen Elisabeth" unternahmen die Gäste in der Johanneskirche eine musikalische Kreuzfahrt von Afrika, New-York bis nach Kalifornien. Der Chor begeisterte zudem mit schauspielerischen Einlagen.

Eine Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff ist keine wirklich kostengünstige Unternehmung. Auch Unwohlsein und stürmischer Wellengang können das Vergnügen empfindlich trüben. Das Publikum in der Johanneskirche in Meerbeck konnte am Sonntagabend an einer solchen Schiffsreise teilnehmen, ohne sich von den Kirchenbänken erheben zu müssen.

Der Moerser Frauenchor der "Witches of Pitches" nahm die Besucher mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Dabei führten vier Moderatorinnen charmant und humorvoll durch das Programm. Als "Chef-Stewardess", "Schiffsärztin", "Animateurin" und "Reisende" kostümiert, griffen die Damen verschiedene Eigenarten einer Schiffsreise ironisch auf. Die "Chef-Stewardess" begrüßte das Publikum zunächst an Bord der "Queen Elisabeth" und gab einige Sicherheitshinweise zum Anlegen der Schwimmflügel im Falle eines Unglücks, während die "Animateurin" versuchte, ihre mangelhaften Englisch-Kenntnisse dazu zu nutzen, die Besucher auf den ersten Landgang vorzubereiten.

Die Figur der "Reisenden" hatte die Kreuzfahrt bei einem Preisausschreiben gewonnen. Normalerweise verbringt sie ihre Ferien seit Jahren im Sauerland und hatte eigentlich gehofft, einen Staubsauger zu gewinnen, der ebenfalls verlost wurde. Nach anfänglicher Skepsis schwärmte sie allerdings schon bald vom reichhaltigen Buffet an Bord und präsentierte sich stolz in Bademantel, Hausschuhen und Badekappe, die allesamt zur Ausstattung der Bordkabine gehörten. Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten jedoch die musikalischen Beiträge des Chores, der aus etwa 40 "Hexen" bestand und von Chorleiterin Liz Döhring dirigiert wurde. Der Reiseroute folgend sang der Frauenchor den 80er-Jahre-Hit "Africa" der Band "Toto", den Schlager "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens und den Klassiker "New York, New York" von Frank Sinatra. Ein Medley der Gruppe "The Mamas and the Papas", bestehend aus den Liedern "Monday, Monday" oder "California Dreaming", stand ebenso auf dem musikalischen Reiseplan. Von der Westküste der USA fuhr die "Queen Elisabeth" dann durch teilweise stürmische See wieder der Heimat entgegen. Der Titanic-Hit "My Heart will go on" von Celine Dion, sowie Rod Stewarts Evergreen "We are sailing", der das Motto des Konzertes bildete, durften bei der Weiterfahrt des Schiffes natürlich nicht fehlen. Der harmonische A-Capella-Gesang der "Witches of Pitches" begeisterte das Publikum dabei ebenso wie die liebevollen schauspielerischen Einlagen zwischen den einzelnen Liedern. Zudem war diese Reise um ein Vielfaches preiswerter als jede andere Kreuzfahrt.

Der Eintritt für das Konzert in der Johanneskirche war frei. Die freiwilligen Spenden, die im Anschluss an die Veranstaltung gesammelt wurden, sollen der Kirchengemeinde in Meerbeck zugutekommen.

(RP)
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