Brunnenfest: Schubkarrenrennen mit Liebe zum Detail

Brunnenfest : Schubkarrenrennen mit Liebe zum Detail

Auf dem Hardter Marktplatz wurde am Wochenende mit dem Brunnenfest und dem Schubkarrenrennen unter dem Motto "Jeck op Hardt, op dr Maat" der Frühling eingeläutet. Trotz recht kühlem und stürmischem Wetter waren zahlreiche Hardter Bürger und Bürgerinnen erschienen, um sich vor allen Dingen das Schubkarren-Spektakel anzusehen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Die 13 Schubkarren, die sich dieses Jahr zur Teilnahme angemeldet hatten, waren sehr fantasievoll gestaltet. Es gab zum Beispiel eine große, gelbe Ritterburg, eine goldene Landschaft, ein Fußballfeld oder eine Lokomotive.

Besonders hervorgestochen ist aber die Kreation von André Thomaßen (39). Auf den ersten Blick erinnert das Gefährt an einen explodierten Einkaufswagen mit einem Smoker-Grill oben drauf. Bei genauerer Betrachtung wird klar, welche Besonderheiten sich Thomaßen für seine Schubkarre ausgedacht hat. "Wir sind das dritte Mal mit unserer Schubkarre bei dem Rennen dabei und wir haben sie ständig weiterentwickelt", erklärt der Bastler. In dem oberen, schwarzen Behälter, der an einen Grill erinnert, ist Beeindruckendes versteckt: "Wir haben eine Nebelmaschine, Lampen und Musik eingebaut." Von vorne sieht man, dass die High-Tech-Schubkarre ein Gesicht mit spitzen Zähnen und unheimlichen Augen hat. "Wir wollten ihr eine grimmige Optik geben", sagt Thomaßen. So könne man seinen Gegnern Respekt einflößen. Und tatsächlich - als der Startschuss fällt, gibt sein Gefährt alles. Die Sirene heult, Lichter blinken und Nebelschwaden ziehen auf.

André Thomaßen ist Mitglied bei der Karnevalsgesellschaft Spönnradsbeen, die die Patenschaft für den Spinnerbrunnen auf dem Hardter Marktplatz übernommen hat. Aus dem Erlös des Brunnenfestes werden die Kosten des Brunnens für ein Jahr gedeckt. Etwas mehr Unterstützung durch die Stadt würde sich der Verein aber wünschen. Wenn die Stadt die Platzmiete für das Fest erlassen würde, wäre das für den Verein eine finanzielle Erleichterung.

Für André Thomaßen hat es nicht für den ersten Platz gereicht. Darüber ist er aber nicht lange traurig, denn er kann sich mit den Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung ablenken. Gemeinsam mit seiner Bruderschaft Sankt Nikolaus Hardt organisiert er das Event "Rititi", das am Mittwoch, 9. Mai, im Zelt mitten in Hardt stattfinden wird. Auf einer riesigen Bühne mit großer LED-Wand wird die niederländische Coverband "This is Beethoven" mit Musik aus den 90er Jahren für Stimmung sorgen.

Daniela Gefgen

(RP)
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