Mönchengladbach: 160 kranke Bäume im Stadtwald können Allergien auslösen

Die Mags in Mönchengladbach warnt: : 160 kranke Bäume im Stadtwald

In der Nähe des beliebten Ausflugziels „Monte Klamott“ wurden Warnschilder aufgestellt. Die Pilzerkrankung kann auch für Menschen gefährlich werden. Die Bäume werden gefällt. Der Zustand der Wälder ist allgemein angespannt.

In einem Waldstück im Stadtwald haben Baumkontrolleure am Freitag die sogenannte Rußrindenkrankheit festgestellt. Die Krankheit, ausgelöst durch einen Pilz, kann für Menschen gefährlich werden. Die Sporen des Pilzes können zu Reizhusten, Fieber, Schüttelfrost und Atemnot führen.

Wie die Mags am Freitag mitteilte, sind offenbar rund 160 Ahornbäume betroffen. Halten sich Menschen länger in ihrer Nähe auf und atmen die Sporen ein, sind allergische Reaktionen möglich.

Nach Abstimmung mit dem Regionalforstamt Niederrhein weisen jetzt Warnschilder nahe des „Monte Klamott“ auf die erkrankten Bäume hin. Waldbesucher werden um besondere Vorsicht gebeten und sollten nur auf den ausgewiesenen Wegen gehen, warnt die Mags.

Die in vielen Regionen verbreitete Krankheit tritt vor allem nach langen Trockenperioden oder hohen Temperaturen auf. Zu erkennen ist die Erkrankung an einem schwarz-rußigen Pilzbelag auf der Rinde. In Franken sind beispielsweise bereits 13 Orte befallen. Dort wurden schon Hausärzte und Krankenhäuser unterrichtet. Im Kreis Giessen mussten 30.000 betroffene Bäume gefällt werden.

Durch die Rußrindenkrankheit welken laut Mags zuerst die Blätter einzelner Äste. Innerhalb kürzester Zeit stirbt der gesamte Baum ab. Befallene Bäume können Äste verlieren. Zudem ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben. „Fällungen der betroffenen Bäume sind aus Gründen der Sicherheit notwendig und starten nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde voraussichtlich ab Montag“, teilte die Mags am Freitag mit.

Die Rußrindenkrankheit ist nicht das einzige Problem in den Mönchengladbacher Wäldern. Auch mit Borkenkäfern und Eschentriebsterben hat die Mags zu kämpfen. „Aufgrund des extremen Sommers 2018 ist die Lage in den Wäldern sehr angespannt“, sagte Mags-Vorstand Hans-Jürgen Schnaß im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wir werden deshalb in diesem Jahr vermehrt mit Baumkrankheiten zu kämpfen haben. Die Prognosen der Forstämter sind für dieses Jahr kritisch.“ Die Arboristen beobachten dies, „und im Zweifel müssen wir Maßnahmen ergreifen, um die übrigen Bestände zu schützen“. Der Befall mit Rußrindenkrankheit habe die Mags geschockt. Betroffene Bäume würden nachgepflanzt. Dann seien sie natürlich aber nicht direkt so groß wie die gefällten Bäume, so Hans-Jürgen Schnaß.

Mehr von RP ONLINE