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Mönchengladbach: Bücherei soll an die Hindenburgstraße

Mönchengladbach : Bücherei soll an die Hindenburgstraße

SPD, Grüne und FDP halten weiter an ihren Plänen für den Neubau einer Stadtbücherei fest. Da inzwischen klar ist, dass ein 7000 Quadratmeter großes Gebäude nicht zu finanzieren ist – selbst nicht, wenn Büros in dem Neubau an Dritte vermietet werden – lässt die Ampel nun kleinere Modelle rechnen.

SPD, Grüne und FDP halten weiter an ihren Plänen für den Neubau einer Stadtbücherei fest. Da inzwischen klar ist, dass ein 7000 Quadratmeter großes Gebäude nicht zu finanzieren ist — selbst nicht, wenn Büros in dem Neubau an Dritte vermietet werden — lässt die Ampel nun kleinere Modelle rechnen.

Das bringt einen eigentlich abgehakten Standort wieder ins Spiel. Zwischen Museum und Hindenburgstraße könnte gegenüber von Sinn-Leffers, wo heute das Hotel Oberstadt und Geschäftshäuser stehen, Platz für eine Bücherei geschaffen werden. Der Bau könnte so konzipiert werden, dass er zugleich eine Verbindung von Museum und Innenstadt schafft, wie es sich Architekt Hans Hollein stets vorgestellt hatte.

SPD und FDP halten diesen Standort nicht nur für städtebaulich ideal, sondern auch für praktisch. Einen Vortragsraum müsste die neue Bücherei nicht bekommen, weil das Museum einen solchen, unlängst renovierten Raum hat. Auch in der nahen Citykirche wäre Platz für Veranstaltungen der Bücherei. Wenn sich die Kosten für einen Neubau auf etwa zwölf Millionen Euro drücken ließen, lässt er sich mit Hilfe der EWMG realisieren, glauben SPD und FDP. Für das Geld bekäme man jedoch nur unwesentlich mehr Fläche, als die Bücherei bisher hat. Das widerspricht der bisherigen Argumentation der Neubau-Befürworter, die versichert hatten, die Einrichtung platze an der Blücherstraße aus allen Nähten.

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Das sehen SPD und FDP anders — und verweisen darauf, dass mittel- und langfristig eher weniger Bücher gelesen und ausgeliehen werden. Nun versuchen sie, die Grünen von Standort und Größe zu überzeugen. Bisher vergebens: Denn diese sind weiter der Meinung, die Stadt brauche nicht nur eine neue, sondern auch deutliche größere Bücherei.

(RP/ac)