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Mettmann: Unternehmen Hilfen geben

Mettmann : Unternehmen Hilfen geben

Bei der ersten Veranstaltung des Mettmanner Wirtschaftsdialogs gaben Experten gestern Abend Tipps, wie der Mittelstand an Fördermittel kommt und welche Möglichkeit es gibt, weitere Märkte zu erschließen.

Wie können Netzwerke aufgebaut werden und wie lassen sich innovative Produkte vermarkten? Welche Möglichkeiten haben Unternehmen an Fördermittel und Berater zu kommen? Benno Weißner und Nora Anton vom Zentrum für Innovation und Technik in NRW, kurz Zenit, gaben beim Mettmanner Wirtschaftsdialog Antworten auf diese Fragen.

Vor 25 Vertretern aus der Wirtschaft machte Weißner deutlich, dass man zunächst Ideen finden und Strukturen schaffen müsse. Dabei gelte es nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern man könne auf Bewährtem aufbauen. Zenit helfe beim Finden von Förderprogramme, beim Personaltransfer, bei Zuschuss- und Kreditprogrammen, unterstütze bei der Suche nach Beteiligungskapital.

Das Risiko beachten

Bei Förderanträgen gelte es, an folgende Dinge aus Unternehmenssicht zu achten: Strategische Bedeutung des Produktes, Kapazitäten, Aufwand, Zeit und die Erfolgswahrscheinlichkeit. Aus Fördergebersicht: Förderphilosphie, Unternehmensalter, Standort, Risikodarstellung/Lösungsweg sowie Nachhaltigkeit.

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Wichtig, so Weißner, sei zuerst die Idee, dann den Fördertopf suchen. Eine erste Einschätzung durch Dritte (neutrale Stelle / Fördergeber) sei ebenfalls wichtig. Ferner müsse man Zeit für den Antrag und die Administration einplanen. Nora Anton beleuchtete die internationale Ebene: Zunächst müsse man bei der Ist-Analyse bedenken, ob das Unternehmen reif fürs Auslandgeschäft sei. Welche Produkte sich für die Zielmärkte eigenen und ob diese Märkte Potenzial hätten. NRW Europa helfe bei der Partnersuche über Datenbanken, Veranstaltungen und stelle Netzwerkkontakte her.

Die Veranstaltungsreihe Mettmanner Wirtschaftsdialog, die gestern in der Alten Fabrik im Atelier von Martina Chardin und Gaby von Mauschwitz stattfand, soll fortgesetzt werden. Bürgermeister Bernd Günther und das Team der städtischen Wirtschaftsförderung wollen den Kontakt zur heimischen Wirtschaft enger gestalten. Gerade in schwierigen Zeiten sei es wichtig, den örtlichen Unternehmen Wege aufzuzeigen, wie sie im nationalen und internationalen Wettbewerb besser bestehen können, sagte Bürgermeister Günther.

(RP)