Fußball : Im Nachholspiel punkten

Der 1. FC Wülfrath tritt am Mittwoch beim abstiegsbedrohten 1. FC Viersen an.Der Fußball-Niederrheinligist ist gewarnt: Der Vorletzte überraschte zuletzt mit einem 2:0 beim WSV/Borussia II.

1. FC Viersen – 1. FC Wülfrath. Nach dem verdienten Punktgewinn beim Tabellendritten Straelen müssen die Wülfrather Niederrheinliga-Fußballer bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr zum Nachholspiel in Viersen antreten. "Ich weiß derzeit nicht, mit welcher Elf wir auflaufen sollen. Die personelle Situation ist sehr angespannt", klagt Trainer Frank Kurth. Neben den länger verletzten Hans Seidenzal und Mladen Kovacic fällt vermutlich Stanislav Tesic aus, der sich in Straelen eine Zerrung zugezogen hat. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ganesh Pundt (Bänderdehnung), Marco Menge (Grippe) und Marcel Lange (angeschlagen). "Wir fahren zur Regeneration in die Bergische Sonne nach Wuppertal und lassen das Training am Dienstag ausfallen", will der Frank Kurth seine Akteure schonen.

Coach Gerd Zewe spionierte

Obwohl der FCV Vorletzter ist, warnt er davor, diesen Gegner zu unterschätzen. "Die Viersener haben am Sonntag beim Tabellenfünften in Wuppertal 2:0 gewonnen." Die Treffer erzielten Neuzugang Patrick Goncalves und Thorben Schmitt. Die Viersener hatten sich in der Winterpause mit vier Akteuren verstärkt und stemmen sich mit aller Macht gegen den Abstieg. Zudem verpflichteten sie mit Gerd Zewe einen neuen Trainer, der nun seinen ersten Sieg feierte. Der frühere Fortuna-Profi beobachtete den FCW beim 1:1 gegen TuRU Düsseldorf und war beeindruckt: "Die Wülfrather haben ein läuferisch und spielerisch starkes Team. Das wird für uns eine ganz schwere Aufgabe." Die Viersener werden nach dem 2:0 in Wuppertal aber mit einer Portion Selbstvertrauen in die Partie gehen. Mit Florian Meier, Jan Ballis und Mounir Ben Moussa haben sie starke Akteure in ihren Reihen, die dem FCW Probleme bereiten können.

Frank Kurth zeigt zwar Respekt, macht zugleich aber deutlich, dass er sich im Stadion "Am Hohen Busch" etwas ausrechnet. "Wir haben gegen TuRU und in Straelen überzeugt. Diesen Aufwärtstrend wollen wir fortsetzen." Das sei auch notwendig, denn der FCW brauche noch einige Punkte, um sich deutlicher von der Abstiegszone abzusetzen. Wegen der personellen Probleme strebt er in Viersen zunächst einen Zähler an.

(RP)