Fußball: 1. FCW befindet sich in Lauerstellung

Fußball : 1. FCW befindet sich in Lauerstellung

Die Wülfrather haben in der Fußball-Bezirksliga den Kampf um Platz zwei und die Aufstiegsrelegation noch nicht aufgegeben. Allerdings muss sich die Mannschaft vor allem in der Defensive erheblich steigern und Konstanz zeigen.

Nach der intensiven Vorbereitungsphase geht es auch für den 1. FC Wülfrath wieder in den Meisterschaftsspielbetrieb. Eigentlich war die Bezirksliga-Begegnung gegen den TSV Ronsdorf für den Sonntag angesetzt worden. Die Ronsdorfer baten jedoch um eine Vorverlegung, weil traditionell in Wuppertal am Karnevalssonntag "der Bär steppt" und die Ronsdorfer Spieler beim närrischen Treiben dabei sein wollen. "Wir haben dem Wunsch des TSV entsprochen und spielen bereits am Samstag", berichtet Joachim Dünn. Der Schiedsrichter pfeift die Begegnung am späten Nachmittag um 17.30 Uhr im Lhoist-Sportpark am Erbacher Berg an. Der FCW-Trainer versieht die Austragung der Partie aber mit einem kleinen Fragezeichen. "Wenn die Kälte anhält und es zu weiteren Schneefällen kommen sollte, können wir Probleme mit der Spielfähigkeit des Platzes bekommen", betont er.

Mit der Vorbereitungsphase war Dünn insgesamt gesehen zufrieden. Allerdings schränkte er ein, dass wegen Verletzungen und Krankheit selten der kompletten Kader beim Training und den Testbegegnungen zur Verfügung stand. Im letzten Vorbereitungsspiel gegen den westfälischen Kreisliga A-Spitzenreiter VfB Schwelm setzten sich die Wülfrather mit 6:4 durch. Die Tore für den FCW erzielten Hakan Sagmak, Adem Cakat (2), Emre Erciyes, Neuzugang Thomas Cyrys und Franklin Poungoue-Tiako. Während der FCW-Coach mit der Vorstellung seiner Offensivabteilung zufrieden war, wurmten ihn jedoch die vier Gegentore. "Dass wir vorn unsere Treffer erzielen, aber im Abwehrverhalten uns zu viele Schnitzer leisten, zieht sich durch die bisherige Saison. Ich hoffe, dass es das vorerst letzte Mal war und wir in der Rückrunde konzentrierter auftreten", stellte er fest.

Ziel der Wülfrather bleibt es, den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu halten. Sechs Punkte zum Bezirksliga-Zweiten sind in den Spielen der Rückrunde aufzuholen. Dass dem TVD Velbert, der als Spitzenreiter trotz deutlichen Punktevorsprungs in der Winterpause personell weiter aufgerüstet hat, die Meisterschaft und der Aufstieg kaum zu nehmen ist, scheint klar. Daher schielen mehrere Teams, darunter der FCW, auf den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. "Wollen wir wirklich noch Zweiter werden, müssen wir deutlich stabiler auftreten, als es in der Hinrunde der Fall war", sagt Dünn, der zusammen mit Martin Haschke und Robby Begovic das gleichberechtigte Trainer-Trio beim FCW bildet. "Wir haben zweifelsohne einiges Potenzial im Kader. Was nützt uns das aber, wenn wir es nicht regelmäßig abrufen und uns dadurch unnötige Punktverluste leisten." Damit spielt Dünn auf die mangelnde Konstanz im Auftreten seiner Mannschaft an. Der FCW-Coach hofft, dass sein Team im Spiel gegen den TSV Ronsdorf über 90 Minuten in allen Mannschaftsteilen konzentriert zur Sache geht und sein spielerisches Format in die Waagschale wirft.

Den Blick richtet Dünn, der in Personalunion auch Sportlicher Leiter des FCW ist, zudem auf den Pokal. Mit Spannung erwartet er die Halbfinal-Begegnung im Kreispokal gegen den Landesligisten ASV Mettmann. Das Derby soll am Mittwoch, 21. März um 19.30 Uhr im Lhoist-Sportpark steigen. Im anderen Halbfinale stehen sich Germania Wuppertal und der SC Velbert gegenüber. Die beiden Gewinner erreichen das Finale und spielen den Kreispokalsieger aus. Die Verlierer tragen die Begegnung um Platz drei aus, der ebenfalls zum Einzug in den Niederrheinpokal berechtigt. Diese Doppelveranstaltung ist für den 10. Mai terminiert. Der Austragungsort der Finalrunde steht aber noch nicht fest.

(klm)
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