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Erkrath: Leben ohne Auto ist undenkbar

Erkrath : Leben ohne Auto ist undenkbar

Für Alfons Kunz, Obermeister der Kfz-Innung, steht nicht nur das Auto im Mittelpunkt. Der Erkrather ist in vielen Ehrenämtern aktiv. Zur Entspannung genießt er gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinen Schäferhunden Ausflüge in die Natur.

Der Name Alfons Kunz ist für viele Erkrather untrennbar mit dem Thema Auto verbunden. Schließlich betreibt der 59-Jährige seit 1980 die Tankstelle mit angeschlossener Autowerkstatt an der Kirchstraße — zunächst gemeinsam mit einem Kompagnon, seit 1992 in Eigenregie und seit 1997, nach dem Ausbau, in der heutigen Form.

Inzwischen beschäftigt Kunz neun Mitarbeiter, wobei auch die Ausbildung des Nachwuchses ihm sehr am Herzen liegt. Zurzeit wird ein Kfz-Mechatroniker ausgebildet, außerdem schnuppert eine Praktikantin Werkstattluft. Im Laufe der Jahre habe er etwa 15 Nachwuchskräfte ausgebildet, merkt Kunz an.

Betriebsratsvorsitzender bei Opel

Die Berufswahl traf der Erkrather, der zwar im Mettmanner Krankenhaus geboren ist, aber immer in Erkrath gelebt hat, eher zufällig. Als 14-Jähriger war er schon technisch interessiert, erledigte seine Reparaturen am Fahrrad selbst und machte schließlich ein Praktikum bei der Düsseldorfer Niederlassung der Adam Opel AG. Kurz danach konnte er seine Lehre zum Kfz-Mechaniker antreten.

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"Der Nachwuchs wurde dort sehr gut ausgebildet und immer super gefördert", sagt er. Weit über 500 Mitarbeiter waren damals an der Kettwiger Straße in Düsseldorf in dem Betrieb tätig, der später als Opel Böttcher weitergeführt wurde. Eine Zeit lang engagierte Alfons Kunz sich dort sogar als Betriebsratsvorsitzender für seinerzeit noch rund 300 Kollegen, kennt sich heute als Chef eines kleinen Handwerksbetriebes also auch mit den Problemen der Arbeitnehmerseite bestens aus.

An sein erstes eigenes Auto erinnert sich der Erkrather natürlich auch noch. Sein Wagen stand fix und fertig im Hof, als er endlich selbst hinter das Steuer durfte. Es war ein etwa fünf Jahre alter Opel Kadett Coupé, mit dem er seine ersten Spritztouren machte. Damals gelegentlich auch noch etwas übermütig, räumt er ein. Das Fahren auf zwei Rädern habe er natürlich auch ausprobiert.

Bis die erste Rechnung für die völlig abgefahrenen Reifen bezahlt werden musste. Längst hat Kunz seinen Fahrstil an die aktuellen Verkehrsverhältnisse angepasst. Er trete zwar auch heute noch mal gelegentlich kräftig aufs Gas, wenn es die Umstände auf der Autobahn erlauben, er schaffe es mit seinem zwei Tonnen schweren allradgetriebenen Subaru Outback aber auch, auf Langstrecken den Durchschnittsverbrauch auf sieben Liter pro 100 km zu halten, sagt er.

Obwohl das Auto einen breiten Raum in Alfons Kunz' Leben einnimmt, ist er gerne und oft zu Fuß unterwegs. Er genießt es, mit seiner Frau und den beiden Schäferhunden längere Wanderungen durch die Natur zu unternehmen.

Nachdem der Niederrhein und das Bergische Land weitgehend entdeckt sind, hat sich das Paar aus Erkrath der Eifel verschrieben. Die Anfahrzeit sei relativ kurz, "Und dann ist man sofort richtig in der Natur und kann abschalten". Hat er vielleicht einen Geheimtipp für andere Wanderfreunde. "Das Lampertal in der Nähe von Ripsdorf und Blankenheim", antwortet er spontan.

(RP)