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Meerbusch: Tennisvereine starten unter neuen Trainingsbedingungen

Sport : Tennisvereine starten unter neuen Trainingsbedingungen

Tennisspielen in NRW ist unter strengen Hygienevorschriften wieder erlaubt. Die meisten Meerbuscher Vereine setzen auf neue Online-Buchungssysteme, um Ansammlungen in Klubs zu vermeiden.

(cba) Bei GWR Büderich wurde das erste Match bereits kurz nach Mitternacht unter Flutlicht absolviert. Abteilungsleiter David Pluhm hatte schon länger auf den Start gewartet. „In mehreren Bundesländern ist das Tennisspielen schon seit anderthalb Wochen erlaubt. Ich bin sehr froh, dass es nun auch wieder bei uns möglich ist.“ Um Ansammlungen zu vermeiden hat GWR sein Buchungssystem umgestellt. Bislang mussten die Mitglieder einen Platz über ein Terminal auf der Anlage reservieren. Ab sofort ist das nur noch online über eine App möglich.

Beim TuS TD 07 Lank konnten Mitglieder Anfang März bereits einige Tage spielen, ehe die Anlage auf Grund der Ausbreitung des Corona-Virus für fast zwei Monate geschlossen werden musste. „Unser Platzwart hat seitdem alles in Schuss gehalten, so dass wir sofort loslegen können“, sagt TDL-Abteilungsleiter Wolfgang Glasmacher. Um allen 650 Mitgliedern das Spielen zu ermöglichen, wendet auch der TuS ab sofort ein Online-Buchungssystem an. „Jetzt kann man von zuhause aus einen Platz reservieren – zu Beginn ist das auf zweimal pro Woche limitiert, damit jedes Mitglied gleichermaßen seinem Hobby nachgehen kann“, erklärt Glasmacher.

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Wie alle übrigen Klubs auch hat der TC Strümp alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, so dass der Startschuss für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs erfolgen kann. „Wir haben Desinfektionsmittel und Einweg-Papierhandtücher besorgt, dazu Schilder aufgehängt und einen Corona-Beauftragten benannt – so wie es der Tennisverband verlangt“, sagt Philipp Blumentrath. Über das neue Online-Buchungssystem wurden die Mitglieder am Mittwochabend informiert, 70 meldeten sich umgehend an.

Der TSV Meerbusch verzichtet hingegen auf ein solches System. „So lange es dafür keine Anordnung gibt, werden wir das Spielen mit unserer gewöhnlichen Belegungstafel regeln“, erklärt Abteilungsleiter Kurt Hartwich. Mitglieder, die gegebenenfalls warten müssen, weil alle Plätz belegt sind, sollen sich dann auf der weiträumigen Anlage verteilen, so dass sich keine größeren Gruppen bilden.

Der TC Bovert hat die spielfreie Zeit dazu genutzt, seine Anlage auf Vordermann zu bringen. In wechselnden Zweierschichten kamen Vorstandsmitglieder und Helfer zusammen, um die alten, grünen Zaunbanner ab- und die neuen, blauen Banner aufzuhängen. Nun erstrahlt die Anlage in den Vereinsfarben blau und weiß. Die Eigenbewirtung, die der TCB seit 55 Jahren pflegt, muss zunächst – ebenso wie das Duschen und Umziehen in den Umkleidekabinen – entfallen.

Luis Elias, Cheftrainer des TV Osterath, ist heilfroh, dass das Tennisspielen wieder erlaubt ist. Für ihn ist der Sport kein Hobby, sondern als Inhaber einer Tennisschule sein Beruf. „Zum Ende der Wintersaison sind uns schon viele Stunden weggebrochen, jetzt fehlen uns auch schon drei Wochen der Sommersaison“, sagt Elias. Der dadurch entstandene finanzielle Schaden sei enorm. Auf ihn als Coach kommen nun noch größere Herausforderungen zu, denn Training ist maximal in Zweiergruppen erlaubt. „Entweder kommen die Leute im Zwei-Wochen-Rhythmus oder wir verkürzen die Zeiten“, nennt Elias die möglichen Optionen.