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Im Le Bistrot und im Café Schwarz in Meerbusch gibt es Kuchen und mehr zum Abholen

Gastronomie in Meerbusch : Die Lieblingskuchen zum Abholen

Das Le Bistrot und das Café Schwarz in Büderich bieten Leckeres zum Mitnehmen. Eine mögliche Wiedereröffnung sieht Tobias Ludowigs vom Le Bistrot mit Skepsis. Obwohl er sich freut, sein Restaurant wieder in Betrieb nehmen zu dürfen.

Am Wochenende haben sich bei Le Bistrot in Büderich erstmals wieder die Türen geöffnet. Die eine zum Reingehen, die andere zum Verlassen. Hinter der Theke standen Britta und Tobias Ludowigs und packten Kuchen und Törtchen ein. Die Kunden waren glücklich, ihre Lieblingsleckereien in der Vitrine zu entdecken. Auch das Ehepaar Wolfdietrich und Hildegunde Fix, das mit Mundschutz unterwegs war. „Wir sind brav und tun alles, was man von uns verlangt“, sagte der Professor. „Aber jetzt freuen wir uns sehr auf ein Stück Kuchen“, ergänzte sein Frau.

So wird es am Freitag, Samstag und Sonntag wieder sein, jeweils von 11 bis 15 Uhr. Bis weitere Lockerungen realisierbar sind und alles wieder normal läuft, bleibt das Angebot auf Backwaren und Süßes beschränkt. „Wir hatten uns während der Schließung gegen eine Auslieferung von Speisen entschieden“, erklärt Tobias Ludowigs, der das Bistrot mit Florian Conzen betreibt. „Unsere Produkte werden frisch zubereitet und sind schnell verderblich. Es war nicht kalkulierbar, wie viele Menschen kommen würden. Wir hatten die Befürchtung, zu viele Lebensmittel wegwerfen zu müssen.“

Mit einer Sondergenehmigung durfte „Il Pastaio“ in Düsseldorf für das Le Bistrot backen. Auch die Konditorei Wiaker aus Herne konnte ihre Süßwaren in Büderich ausliefern. „Wenn auch nicht das gesamte Sortiment, die mussten mit angezogener Handbremse produzieren“, sagt der Gastronom. Für den Muttertag hat er „mit unserem Renner“ vorgesorgt: das Mascarpone-Himbeer-Herz kann bis 8. Mai vorbestellt und ab 9. Mai abgeholt werden (18 Euro, WhatsApp 0178-7268514).

Auch die Stammkunden im Café Schwarz müssen nicht auf ihren Sonntagskuchen verzichten. Neben dem Hotel-Restaurant parkt schon seit einigen Wochen von 11 bis 15 Uhr der Wagen, der samstags auf dem Büdericher Markt steht. Dann verkauft Heike Schwarz neben Brot, Brötchen und Kuchen zusätzlich herzhafte Speisen aus der hauseigenen Küche, die in Einzelportionen abgepackt sind, etwa Rindergulasch, Rinderrouladen, Chili con Carne, Putencurry und Lasagne. Heike Schwarz hofft, ebenso wie viele Gastronomen, auf eine baldige Rückkehr zum Alltag.

Nun scheint die Wiedereröffnung der Restaurants unter strengen Sicherheitsauflagen tatsächlich bald realisierbar. So sehr Tobias Ludowigs sich darüber freut, für die nahe Zukunft bleibt er skeptisch. „Wenn wir bei begrenzter Kapazität aufmachen dürfen, haben wir bestimmt 80 bis 90 Prozent der Kosten, aber maximal 50 Prozent der Gäste“, gibt er zu bedenken. „Da stellt sich dann schon die Frage, wie weit das betriebswirtschaftlich überhaupt Sinn macht.“ Er befürchtet eine Insolvenzwelle in seiner Branche: „Die Zeiten, in denen in der Speisegastronomie viel Geld verdient wurde, sind ohnehin vorbei.“ Vorerst aber überwiegt die Freude, das Le Bistrot mitsamt seinen Terrassen demnächst wieder in Betrieb nehmen zu dürfen.