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Radevormwald: Die Museen planen ihre Wiedereröffnung

Kulturstätten in Radevormwald : Rader Museen planen Wiedereröffnung

Die Museen dürfen wieder öffnen. Eine Rückkehr zur Normalität bedeutet das aber noch lange nicht. Wie es nach der Corona-Pause weitergeht, wissen die Museen in Radevormwald noch nicht genau.

Nach sechs Wochen dürfen in Nordrhein-Westfalen wieder Museen öffnen, die wegen der Corona-Krise geschlossen werden mussten. Eine Rückkehr zur Normalität bedeutet das aber noch lange nicht, denn auch in Museen muss der Mindestabstand und die Maskenpflicht eingehalten werden. In Radevormwald tasten sich die Museen langsam an die Wiedereröffnung heran. Es wird noch einige Wochen dauern, bis der kulturelle Betrieb in der Stadt auf der Höhe wieder hochgefahren wird.

Für das Heimatmuseum steht der Arbeitskreis des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) vor der Herausforderung den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Räume in dem historischen Haus an der Hohenfuhrstraße sind klein, die Flure eng. Ursula Mahler, die Vorsitzende des HVV, hat diese Woche angefangen, über die Wiedereröffnung nachzudenken. „Wir müssen über viele Aspekte und Risikofaktoren sprechen. Das werden wir in den nächsten Tagen in einer Sitzung unseres Arbeitskreises tun“, sagt sie. Sie möchte auch Kontakt zu den anderen Museen in Radevormwald aufnehmen. „Vielleicht können wir zeitgleich öffnen“, regt sie an. Sehr beliebt sind die Bergischen Kaffeetafeln, die im Obergeschoss des Museums durchgeführt werden. „Dieses Angebot wird immer noch stark nachgefragt, aber das müssen wir natürlich absagen. Unsere Küche ist auch viel zu klein, um den Mindestabstand einzuhalten“, sagt Ursula Mahler. Sie kann noch nicht einschätzen, wann das Heimatmuseum wieder öffnet.

Bei der IG Bismarck stehen die Planungen für eine Wiedereröffnung des Museums am Anfang. Foto: Stefan Gilsbach

Hartmut Behrensmeier kümmert sich um die Wiedereröffnung des Bismarck-Zweirad-Museums in der Schlossmacherpassage. Auch hier steht die Planung der Wiedereröffnung noch am Anfang. „Vor Mitte des Monats werden wir bestimmt nicht öffnen“, sagt er. Hartmut Behrensmeier ist im Moment damit beschäftigt die neue Logistik des Museums zu planen und sich Gedanken zu der Lenkung der Besucher zu machen, sodass der Mindestabstand eingehalten werden kann. „Das Museums ist zwischen 300 und 400 Quadratmetern groß. Ich muss die Fläche zunächst richtig ausmessen und mich dann mit den Bestimmungen beschäftigen.“ Worauf die Museen in Nordrhein-Westfalen jetzt achten müssen, hat er sich im Internet angelesen. Einen offiziellen Leitfaden hat er nicht erhalten.

Das Museum für Asiatische Kunst öffnet erst im Spätsommer. Foto: Corinna Kuhs

Deutlich länger wird die Wiedereröffnung des Museums für Asiatische Kunst in der Ortschaft Sieplenbusch dauern. „Wir werden wahrscheinlich erst im September öffnen, wenn wir hoffentlich wieder Veranstaltungen durchführen können“, sagt Li Hardt, die das Museum zusammen mit ihrem Mann Peter Hardt betreibt. Im Museum für Asiatische Kunst finden regelmäßig Konzerte statt. Die vorübergehende Schließung will Li Hardt für einige Renovierungen nutzen. „Wir werden unseren Museumsshop renovieren und dann im Spätsommer eröffnen“, sagt sie.

Im Wülfing Museum soll die größte Dampfmaschine des Bergischen Landes bald wieder laufen. Foto: Moll

Im Wülfing Museum wurde in dieser Woche auf Hochtouren an der Wiedereröffnung gearbeitet. Karola Johnen hat mit den anderen Ehrenamtlern über die Wiedereröffnung diskutiert. „Wir peilen den 17. Mai an und haben uns damit ein ehrgeiziges Ziel gesetzt“, sagt sie. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung hat sie sich über die Bestimmungen für eine Wiedereröffnung erkundigt. Ein Privileg des Wülfing Museums ist die große Fläche. „Unsere Ausstellungsfläche ist über 1100 Quadratmeter groß. Das ist sehr weitläufig und wird uns bei der Einhaltung des Mindestabstands helfen“, sagt sie. Das Wülfing Museum hat durch die Corona-Krise große finanzielle Einbußen gehabt. „Die Situation ist angespannt. Wichtige Veranstaltungen sind ausgefallen, gleiches gilt für alle Vermietungen. Wir sind froh, dass uns die Stadt mit den Nebenkosten entgegen gekommen ist“, sagt Karola Johnen. Geschlossen bleibt vorerst das Cafe.