1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: Hastener TV willRollstuhl-Tennis möglich machen

Fördergelder für Remscheider Verein : Hastener TV will Rollstuhl-Tennis möglich machen

Auch Remscheids Sportvereine leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie. Umso schöner war die Botschaft, die am Dienstagnachmittag im Mailpostfach von HTV-Vorstand Klaus Hesse landete.

Mit knapp 90.000 Euro unterstützt das Land aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ den Hastener TV bei seinen Plänen, zwei seiner drei Außen-Tennisplätze mit einem modernen Kunststoffbelag auszustatten.

Mehr als 20 Jahre hat der Asche-Untergrund auf dem Buckel, berichtet Hesse. Die übereinanderliegenden Schichten unterschiedlicher Körnung haben sich mittlerweile teilweise verbunden. Je nachdem, wie stark der Spieler sich abdrückt mit dem Tennisschuh, bilden sich leichte Wölbungen.

Die Umwandlung in den Kunstbelag plant der Verein schon länger, aber die Investitionssumme muss erst mal gestemmt werden. Mit der Förderung vom Land kann das Projekt nun angegangen werden. Die Planungen der Fachfirma liegen schon vor. „Im Herbst könnte es losgehen“, sagt Hesse,

Der neue Untergrund würde dem Verein, der eine große Reha-Sportabteilung hat, neue Optionen eröffnen. „Dann könnten wir Tennis auch für Menschen im Rollstuhl anbieten“, sagt Hesse. Auf dem unebenen Asche-Boden ist das nicht umsetzbar.

  • Der Tespo-Sportpark an der Wegscheider Heck
    Tespo-Sportpark in Büttgen baut um : Kritik an Wegfall von Tennisplätzen
  • Buntes Treiben beim VfL: Die Radsportgruppe
    Besuch beim VfL Merkur Kleve : Beim VfL ist wieder Leben auf der Anlage
  • Wenn Botic Van De Zandschulp spielt,
    Tennis-Bundesliga : Blau-Weiss setzt im Derby voll auf Sieg

Auch finanziell wären die beiden umgewandelten Plätze ein Gewinn. Die Kosten für die regelmäßige Wässerung der Spieloberfläche fallen dann weg. Regen wiederum – wenn auch zuletzt seltener geworden in Remscheid – stellt kein Problem dar, sagt Hesse. Der neue Belag ist wasserdurchlässig.

Was die aktuelle Saison angeht, musste der HTV bei bestem Frühlingswetter die Anlage wegen der Pandemie geschlossen halten. „Wir stehen aber bereit, wenn es eine Änderung geben sollte“, sagt Hesse. Die Anlage sei längst fit gemacht für die Freiluftsaison. Er geht davon aus, dass Tennis zu den ersten Sportarten gehört, bei der Lockerungen greifen könnten. Beim Einzel lässt sich körperliche Nähe gut vermeiden. Zum Duschen fahren die Tennissportler nach Hause.