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Mauritius-Grundschüler laufen Teilstrecke des Meerbusch Marathons

Fitnessprojekt an Büdericher Grundschule : Mauritius-Schüler auf Marathon-Strecke

Extremsportler Philip Mes, ehemaliger Schüler der Büdericher Grundschule, hat die Kinder trainiert und begleitet. Ziel war es, dass jedes Kind eine Teilstrecke des Meerbusch Marathons lief.

„Auf die Plätze, fertig, fit“ – so lautet das Schuljahresmotto der Städtischen St. Mauritius-Schule an der Dorfstraße in Büderich. Gemeinsam mit dem Meerbuscher Extremsportler Philip Mes und einer Ernährungsberaterin fanden zahlreiche sportliche Aktivitäten und Projekte rund um die Themen Sport, Gesundheit und Ernährung statt. Am Samstag bildete ein Marathon durch Meerbusch den krönenden Abschluss des Schuljahres. Jedes Kind konnte ein Teilstück der Gesamtstrecke laufen. Begleitet wurden die Kinder von dem ehemaligen Mauritius-Schüler Philip Mes.

„Diese Strecke zu laufen, war eine große Herausforderung für die Kinder. Deshalb haben wir im Vorfeld Krafttraining gemacht und mit vielen Übungen die Koordination und Balance der Kinder gestärkt und ihr Körpergefühl geweckt“, sagte der Extremsportler. Je nach Kondition liefen die Kinder verschieden lange Strecken, auch Eltern, Geschwister und Freunde durften mitmachen. Die meisten Teilnehmer starteten am Modellflugplatz am Apelter Weg gestartet. Der letzte Teil der Etappe führte dann über die gesperrte Dorfstraße bis zur Mauritius-Schule.

Am Samstagmorgen sendete Mes den Kindern eigens eine Videobotschaft per WhatsApp und begann den 42-Kilometer-Lauf an der Dorfstraße. Für Mes ging es dann durch die verschiedenen Stadtteile von Meerbusch. „Unterwegs habe ich viele Fotos und Videos gemacht, um die Kinder auf die Reise mitzunehmen und ihnen ihre Heimat zu zeigen“, sagte Philip Mes.

Am Modellflughafen stiegen schließlich alle Schüler in den Marathon ein und liefen über die Felder und am Lindenhof vorbei. Die Hitze war enorm, doch für Abkühlung wurde gesorgt. „Auf den Feldern haben die Bauern Wassersprenger aufgestellt“, erzählte die neunjährige Benita. „Das war total nett.“

Um 13.30 Uhr begannen dann einige Eltern, die Dorfstraße zu sperren. „Ein Meer aus Gelb“, sagte Mutter Agnes Heimes, als die Schüler, Geschwister, Eltern und Lehrer gemeinsam in ihren gelben Fitness-T-Shirts stolz durch das Ziel liefen. Jedes Kind bekam eine Medaille. „Hier sind alle Sieger, und es geht wirklich um das Gemeinschaftsgefühl“, sagte Philip Mes. „Für mich war es ganz spannend, die Kinder über längere Zeit zu begleiten und ihre Entwicklung und ihr wachsendes Selbstvertrauen zu sehen. Es ist enorm wichtig, den Kindern schon früh Spaß an Bewegung zu vermitteln, aber auch zu zeigen, dass Anstrengung dazu gehört.“

Für ihn als ehemaligen Schüler der St. Mauritius-Schule war das Projekt eine absolute Herzensangelegenheit. Philip Mes: „Ich bin richtig in meine Rolle hineingewachsen, und natürlich hat das Projekt viele Erinnerungen an alte Tage hervorgeholt. Der Marathon war überwältigend, und ich hatte Tränen in den Augen, als ich die Kinder gesehen habe.“

Auch Schulleiterin Gabriele Zaum, die zum nächsten Schuljahr die St. Mauritius-Schule verlassen und in den Ruhestand gehen wird, lief zusammen mit ihren Schülern. „Wir hatten dieses Jahr ein ganz besonderes Motto. Wir haben uns zusätzlich mit Ernährung beschäftigt. Die Kinder haben zusammen mit einer Heilpraktikerin gelernt, gesund zu kochen und zu backen“, so Zaum. „Die Eltern finden es ebenfalls wichtig, dass in der Schule die Themen Ernährung und Sport aufgegriffen werden.“ Auch Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage lobte: „Der Marathon war eine ganz tolle Veranstaltung. Ich finde es toll, dass alle Kinder mitgelaufen sind. Dadurch wurde es zu einem Gemeinschaftsprojekt.“

Auch das anschließende Schulfest stand im Zeichen von Sport und Bewegung. So wurde unter anderem ein neues Klettergerüst eröffnet, für dessen Finanzierung sich der Förderverein und die Schulpflegschaft eingesetzt und Spenden gesammelt hatten. „Außerdem hatten sich dankenswerterweise viele Geschäfte aus der Nachbarschaft mit Geld- und Sachspenden für den Marathon eingebracht. So konnten Laufshirts, Medaillen und Urkunden für die Teilnehmer angeschafft werden“, freute sich Gabriele Zaum.