Meerbusch: Konverter: Einwendungen umsonst

Meerbusch: Konverter: Einwendungen umsonst

Mehr als 2000 Meerbuscher haben bei der Bundesnetzagentur gegen den geplanten Konverter Widerspruch eingelegt. Genutzt hat es nichts: Die geplante Stromautobahn mit dem Knotenpunkt Osterath steht im Netzentwicklungsplan.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat die erste Hürde für den geplanten Großkonverter in Osterath genommen. Trotz mehr als 2000 Einwendungen Meerbuscher Bürger, aber auch von den Parteien und der Stadtverwaltung, hat die Bundesnetzagentur die geplante Stromautobahn mit dem Knotenpunkt Osterath in den Stromentwicklungsplan aufgenommen. Schon bald soll er Gesetz werden.

Dann beginnt das Planfeststellungsverfahren mit verkürzten Einspruchsfristen. Allerdings hat die Initiative gegen den Doppelkonverter bereits den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages angeschrieben – mehr als 1000 Einwohner unterzeichneten den Brief.

Ein Amprion-Sprecher erklärte auf Anfrage: "Wir warten ab, bis der Bundestags das Bundesbedarfsplangesetz verabschiedet." Erst wenn das Gesetz stehe, werde die Planung für den Konverter konkretisiert. Allerdings hatten Vorprüfungen des Unternehmens ergeben, dass für Amprion nur Osterath als Konverterstandort infrage kommt. Auf nicht ganz einer Seite sind die Einwendungen gegen den Bau des Konverters im Bericht der Netzagentur zusammengefasst.

Dort heißt es: "Einige Konsultationsteilnehmer wenden zur Konverterhalle in Osterath ein, dass eine entsprechende Notwendigkeit fraglich sei. Es seien für den Standort keine Alternativen geprüft worden und die Konverterhalle sei ein Sicherheitsrisiko aufgrund von Unfällen oder terroristischen Anschlägen."

(RP/rl/jco)