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Osterath: Rettet Barbara - Vorschlag zur Gerretz-Schule

Osterath : Rettet Barbara - Vorschlag zur Gerretz-Schule

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Erhalt der Barbara-Gerretz-Grundschule in Osterath haben gestern den Ratspolitikern einen Vorschlag unterbreitet, wie der Rat mit dem Bürgerbegehren umgehen sollte. Arndt Fiebig, Mitorganisator des Bürgerbegehrens, nennt das vier Forderungen enthaltende Papier, einen "Kompromissvorschlag". Wesentlichste Forderung: Der Stadtrat soll die Entscheidung über die Schließung der katholischen Grundschule für die nächsten vier Schuljahrgänge verschieben. Weil die erforderliche Zahl an Unterschriften zusammen kam, genießt Fiebig in der nächsten Sitzung des Stadtrats am 25. Oktober (17 Uhr, Meerbusch-Gymnasium) Rederecht. Dort will er den "Kompromiss-Vorschlag" erläutern.

Das Bürgerbegehren war mit dem Ziel gestartet, die im Juni vom Stadtrat beschlossene Schließung der katholischen Grundschule in Osterath (spätestens im Jahr 2016) zu verhindern. Stellt der Rat fest, dass das Bürgerbegehren rechtskräftig ist, muss er sich erneut mit seinem Beschluss auseinandersetzen. Er kann an seinem bisherigen Beschluss festhalten – in dem Fall können die Gegner der Schließung einen Bürgerentscheid durchführen. Der Stadtrat hat bei den bisherigen Bürgerbegehren in Meerbusch seine Entscheidung stets revidiert. Bürgerbegehren-Mitorganisator Fiebig mailte gestern Abend den vier Punkte umfassenden Katalog an die Ratsmitglieder. So soll der Rat einen Runden Tisch über die Schullandschaft Meerbuschs unter Beteiligung aller Schulen und dem Stadtelternrat ins Leben rufen, auf nicht öffentlich tagende Arbeitskreise verzichten, schulrelevante Fragen unter frühestmöglicher Einbeziehung der betroffenen Bevölkerungsteile öffentlich entscheiden und die Verwaltung auffordern, eine Detailplanung vorzulegen, aus der hervorgeht, wie sich die von der Verwaltung genannten Kosten von 797 000 Euro für einen nötigen Umbau der Barbara-Gerretz-Schule zusammensetzen. Diese Zahl hatten Elternvertreter der Schule stets als zu hoch kritisiert.

Bleibt der Rat bei seiner bisherigen Entscheidung, die mit 40:14 Stimmen in geheimer Abstimmung fiel, steht der Initiative der Weg zum Bürgerentscheid offen. Dabei werden alle Wahlberechtigten an die Urne gerufen. Stimmen 6600 Meerbuscher für den Erhalt der Schule, darf sie nicht geschlossen werden.

(mrö)