Leverkusen: Wiedergewählt: Oliver Zühlke bleibt Gesamtbetriebsratschef bei Bayer

Leverkusen : Wiedergewählt: Oliver Zühlke bleibt Gesamtbetriebsratschef bei Bayer

Er macht's noch mal: Oliver Zühlke bleibt Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Bayer. Der hat sich in seiner Sitzung gestern für die kommenden vier Jahre aufgestellt und vertritt rund 20.000 Beschäftigte des Konzerns in Deutschland.

Zühlke wurde demnach einstimmig von allen Standorten des Personalverbunds bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums wurde Heinz-Georg Webers (Bergkamen) gewählt.

Oliver Zühlke sagte zu seiner Wahl: "Für mich muss bei allen notwendigen wirtschaftlichen Entscheidungen der Mensch im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns stehen. Unsere Aufgabe ist es, das Management das im Rahmen von Wettbewerbsdruck nicht vergessen zu lassen. Gerade durch den Kauf von Monsanto erhält Bayer einen wichtigen Schwerpunkt in den USA. Aber der Gesamtbetriebsrat vertritt Themen und Interessen unserer Kollegen in Deutschland." Hier brauche es Innovationen, etwa im Bereich Digitalisierung. "Um den Entwicklungen der Digitalisierung besser begegnen zu können, hat der Gesamtbetriebsrat erstmals eine Digitalisierungskommission eingerichtet, die nun alle Fragen rund um das Thema koordiniert und kritisch gestaltet", heißt es vom Betriebsrat. Der 49-jährige Zühlke sagt: "In der Digitalisierung stecken Chancen und Risiken. Unsere Kolleginnen und Kollegen in Deutschland dürfen dabei nicht zum Verlierer werden. Also wollen wir die Chancen besser nutzen und die Risiken minimieren. Damit Bayer auch Bayer in Deutschland bleibt. Unsere Herausforderungen werden also nicht kleiner."

Und sie fangen morgen an, denn dann wird Bayer einziger Eigentümer der Saatgutfirma Monsanto. Mit der Integration des US-Unternehmens muss Bayer noch warten, bis die 7,6 Mrd. schweren Verkäufe aus dem CropScience-Bereich an BASF über die Bühne sind. Bayer geht derzeit davon aus, dass dies im August der Fall sein könnte.

Dann geht Monsanto komplett im Bayer-Konzern auf, der Name des seit Jahren stark in der Kritik stehenden US-Konzerns wird ganz verschwinden.

(RP)
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