Robert Nijdam ist zufrieden mit den Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen

Guter Saisonstart, tolle Einstellung : Robert Nijdam ist zufrieden mit den Elfen

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 wollen sich mit einem Sieg beim TV Nellingen in die bevorstehende EM-Pause verabschieden. Trainer Robert Nijdam bescheinigt seinen Spielerinnen eine positive Entwicklung.

Mia Zschocke hat eine ebenso aufregende wie arbeitsreiche Woche hinter sich. Mit Bayers Handballerinnen bereitete sie sich auf das letzte Ligaspiel vor der EM-Pause vor – am Samstag (19.30 Uhr) beim TV Nellingen, der sein Team auch Schwaben Hornets Ostfildern nennt. Und an der Uni musste die Wirtschaftspsychologie-Studentin neben der normalen Arbeit auch noch einen Sonderurlaub organisieren. Denn am Dienstag erhielt das junge Rückraum-Ass einen Anruf von Bundestrainer Henk Groener. Der nominierte mit Zschocke jetzt nach Amelie Berger eine zweite Elfe fest für die Europameisterschaft im Dezember.

Damit reagierte er auf die erneute Verletzung von Spielführerin Kim Naidzinavicius (Riss des Innen- und Außenmeniskusses). Bei allem Bedauern über das Turnier-Aus für die Ex-Leverkusenerin war die Freude beim TSV über Zschockes EM-Ticket groß. „Das freut mich riesig für Mia, die sich diese Nominierung wirklich verdient hat. Sie arbeitet sehr an sich und hat sich in den letzten Monaten toll entwickelt“, sagte Elfen-Coach Robert Nijdam. Auch Bundestrainer Groener pries die Qualitäten seiner Nachrückerin, die kürzlich erst im DHB-Team debütierte und dabei „einen sehr positiven Eindruck hinterlassen“ hat. „Sie ist zwar noch sehr jung, aber hoch talentiert und hat daher unser vollstes Vertrauen“, sagte er.

Vertrauen hat auch Nijdam – in Zschocke, aber auch in ihre Mitspielerinnen in der jungen Elfen-Mannschaft, die sich unter der Regie des Niederländers prächtig entwickelt hat und nicht zufällig den fünften Tabellenplatz belegt. Auf diesem Rang wollen die Elfen auch in die Liga-Pause gehen. Dafür ist ein Sieg beim Elften in Nellingen nötig. Dass der bislang in dieser Saison etwas unter Wert geschlagen wurde und an einem guten Tag nahezu jedem Team gefährlich werden kann, haben die Leverkusenerinnen noch hervorragend in Erinnerung.

Denn es ist nur zwei Wochen her, dass sie beim Heimsieg im DHB-Pokal mit dem Außenseiter deutlich mehr Mühe hatten als gedacht. Auf eindringliche Warnungen muss Nijdam deshalb nicht allzu viel Zeit verwenden. Und was Einsatz, Einstellung und Moral anbelangt, war sein Team auch beim Sieg im Cup-Spiel wie so oft vorbildlich. Obwohl es – vor allem bei der Fehlerquote – durchaus noch Luft nach oben gibt, wie auch diese Partie zeigte, ist der Niederländer stolz auf das Erreichte.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft arbeitet und stets versucht, zu lernen. Über die Einstellung müssen wir gar nicht diskutieren, die ist vorbildlich. Ich denke, wir alle hier sind auf einem sehr guten Weg”, betonte Nijdam. Verfolgen die Elfen den Weg weiter, wird der DHB neben Berger und Zschocke auch an weiteren Elfen nicht mehr langevorbei kommen.