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Marcus Bouali kann nicht mehr für den Leichlinger TV spielen

Leichlinger TV : Knorpelschaden beendet Marcus Boualis Karriere

Nach drei Operationen am Knie innerhalb von drei Jahren hat der Rückraumspieler seine Karriere beendet. Ein harter Schlag für den 25-Jährigen, der zu den Leistungsträgern des Leichlinger TV zählte.

 Vor rund drei Wochen stand Marcus Bouali mal wieder in der Leichlinger Handball-Halle. Eigentlich ist das nichts Besonderes, doch der 25-Jährige musste sich für das Spiel des Leichlinger TV gegen Northeim ein bisschen überwinden. „Ich habe versucht, nicht so viel Kontakt zum Handball zu haben“, sagt Bouali. Professionell spielen wird er wohl nie mehr – und selbst an Hobby-Sport ist wegen eines Knorpelschadens im linken Knie aktuell nicht zu denken.

Nach drei Operationen in drei Jahren hat Bouali mit dem Sport abgeschlossen. „Ich habe schon lange gebraucht, um das zu verarbeiten“, sagt das ehemalige Rückraum-Ass. „Das ist der Worst-Case.“ Mit dem LTV ist bereits abgesprochen, dass keine Rückkehr möglich ist. Bouali nahm sich nach der Schock-Nachricht eine längere Auszeit in Thailand und studiert jetzt Informatik. Offiziell gilt der Vertrag beim LTV noch bis zum Saisonende. Bouali hält sich in der Reha so gut es geht fit. Zwei weitere Operationen stehen allerdings noch aus. Um den beschädigten Knorpel zu reparieren, wird Gewebe entnommen, im Reagenzglas nachgezüchtet und wieder eingesetzt. Der US-Amerikaner Joseph Gyau hat einen ähnlichen Eingriff hinter sich und spielt inzwischen wieder Fußball beim MSV Duisburg in der zweiten Bundesliga. Bouali will sich aber keine zu großen Hoffnungen machen. Er versuche, sich vom Handball „abzufreunden“, sagt er.

Trainer Lars Hepp plante von vornherein ohne den ehemaligen Zweitliga-Handballer. Bouali spielte keine Rolle in den geplanten Veränderungen in der Blütenstadt. Die scheinen auch weiterhin nicht abgeschlossen zu sein. Vor zwei Wochen kam mit Kris Zulauf ein weiterer Kreisläufer, zuvor mit David Wiencek ein weiterer von Hepps Wunschkandidaten. Spätestens in der Winterpause zwischen Weihnachten und Mitte Januar wird es dann weitere Wechsel geben – in beide Richtungen.