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Lokalsport: Marcus Bouali muss sich weiter in Geduld üben

Lokalsport : Marcus Bouali muss sich weiter in Geduld üben

Der Rückraumspieler fehlt dem Handball-Drittligisten Leichlinger TV morgen beim Duell mit Aufsteiger Habenhausen.

Mittlerweile lacht Marcus Bouali über seine neueste Verletzung. "Anfangs habe ich mich mächtig geärgert und mit meinem Schicksal gehadert", sagt der Handballer. "Heute bin ich eher optimistisch, bald wieder auf dem Feld zu stehen." Seine Knieverletzung aus dem letzten Spiel des vergangenen Jahres entpuppte sich nicht wie befürchtet als Bänderverletzung. Dafür sind nun der Unter- und Oberschenkelknochen des linken Beins betroffen. Kleine Risse im Knochen zwingen den Spieler des Drittligisten Leichlinger TV zu einer nun bereits sechswöchigen Pause ohne Ball. "Es hätte tatsächlich jeden treffen können", sagt Bouali leicht ironisch und mit Blick auf die Tatsache, dass letztlich erneut er am Boden lag. Er war heftig mit einem Gegenspieler der Ahlener SG zusammengestoßen.

Das war kurz vor Weihnachten, als der LTV die Hinrunde mit dem zehnten Saisonsieg auf dem guten vierten Platz beendete. Anschließend lief der Rückraummann des LTV mehrere Tage auf Krücken. Den geplanten Skiurlaub in Italien verbrachte er im Tal. Bouali sieht es mit Humor: "Ich würde gerne einfach Handballspielen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwer ist." Seine Verletzungshistorie ist bemerkenswert und bitter zugleich. Nach zwei Kreuzbandrissen krachte der 1,97-Meter große Handballer Ende Oktober in seinem ersten Spiel seit Monaten schon einmal mit einem Gegner zusammen. Er zog sich eine Lippenverletzung zu und benötigt ein neues Zahnimplantat. Im Dezember folgte nun das nächste Kapitel in der Krankenakte Boualis, der am Donnerstag 25 Jahre alt wurde.

Rund fünf Wochen danach merkt der wurfstarke Spieler im Alltag wenig von seiner Verletzung. Ein Einsatz bei der Partie beim Letzten und noch sieglosen ATSV Habenhausen morgen (17 Uhr) kommt für den Linkshänder dennoch nicht in Frage - obwohl eine MRT-Untersuchung am Freitag bei Teamarzt Peter Sieberger zeigte, dass der Knochen verheilt ist. "Ich muss das Bein weiter schonen, um nichts zu riskieren." Das heißt: Mindestens zwei weitere Wochen Pause bis ein neuer Kontrolltermin ansteht. Bouali braucht mal wieder viel Geduld.

Anders als ihr Gegner starten die Leichlinger und ihr Trainer Frank Lorenzet mit der Partie im rund 300 Kilometer entfernten Bremen in die Rückrunde. Der eigentliche Auftakt gegen Dormagen findet erst am 23. Februar statt. Aufsteiger Habenhausen vergab vergangene Woche gegen Korschenbroich (27:30) eine Chance, noch einmal Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen.

(mol-)