Handball: LTV: Torhüter sind die größte Baustelle

Handball : LTV: Torhüter sind die größte Baustelle

Sechs Abgänge und vier Neue umfasst die Personalplanung der Handballer des Leichlinger TV für nächste Saison bisher. Handlungsbedarf besteht vor allem zwischen den Pfosten. Ob Matthias Aschenbroich in Leichlingen bleibt, ist fraglich.

Ein halbes Dutzend Abgänge stehen fest, vier Neuzugänge auch. Ob das bereits als personeller Umbruch bezeichnet werden kann? "In gewisser Hinsicht schon. Aber es ist nicht mit unseren Zweitliga-Zeiten zu vergleichen, als zehn Neue zu einer Saison kamen", sagt Frank Lorenzet. Als Manager der Handballer des Leichlinger TV ist er derzeit mit Planung und Fertigstellung eines Kaders für die kommende Spielzeit beschäftigt.

Vor dem Hintergrund, dass im vorigen Sommer nur Artur Giela und Stefan Nippes das Team verlassen haben, geht die aktuelle Fluktuation im Kader durchaus als kleine Runderneuerung durch. Ob am Ende ein Gefüge herauskommt, das wieder in der Spitzengruppe der Dritten Liga mitmischen kann, das werde sich zeigen.

"Aber sicherlich wird der Kader so zusammengestellt, dass wird eine ordentliche Rolle spielen können", sagt Lorenzet. Laut ihm sind aus dem bestehenden Kader keine nennenswerten Abgänge mehr zu erwarten — bis auf eine mögliche Ausnahme: "Bei Matthias Aschenbroich ist es noch fraglich, ob er bei uns bleibt", sagt der Manager. Daneben sei vom Verbleib von Christian Born, Dirk Schumacher, Bastian Munkel, Tim Menzlaff oder David Kreckler auszugehen.

Fest steht bislang, dass sich die Ferndorfer Tim Hilger (29, Rückraum Mitte) und Carsten Lange (32, Rückraum rechts) sowie die Düsseldorfer Patrik Ranftler (24, Rechtsaußen) und Henning Padeken (27, Rückraum links) dem LTV anschließen werden. Während die letzten drei in dieser Saison eine durchaus vorzeigbare Trefferausbeute in der Dritten Liga haben (Ranftler: 115/35; Padeken 88/3) Lange: 68), hat Hilger zwar "nur" 23 Tore vorzuweisen.

Ihm voraus eilt aber sein guter Ruf als Defensiv-Spezialist, der LTV-Spielertrainer Maik Pallach jetzt bereits über neue Abwehr-Varianten für seine Mannschaft in der nächsten Spielzeit nachdenken lässt. Dass er beherzt zupacken kann, stellt auch Padeken Woche für Woche unter Beweis: Mit 27 Zeitstrafen ist er aktuell Spitzenreiter in dieser Kategorie, bei Gelben (14) und Roten Karten (3) teilte er sich den zweiten Platz mit anderen Akteuren.

Kompensiert werden soll der Abgang eines halben Dutzends Spieler mit weiteren Neuen. Da Jürgen Suppanschitz seinen Abschied angekündigt hat und Matthias Aumann berufsbedingt ausfällt, verfügen die Leichlinger nur über einen "halben" Torwart: David Ferne soll auch nächste Saison per Zweispielrecht für LTV und Bergischen HC auflaufen. Entsprechend besteht zwischen den Pfosten Handlungsbedarf. "Unsere größte Baustelle ist sicherlich die Torhüter-Position", räumt Lorenzet ein und fügt an, dass "Alternativen" bereits gesichtet seien, mit denen nun "vertieft in Gespräche eingetaucht wird".

Bei den Feldspielern (hier verliert der LTV Jens Reinarz, Achim Jansen, Andre Loschinski und Maik Schneider) denkt der Manager darüber nach, "ob wir vielleicht noch einen vierten Linkshänder verpflichten".

(RP)
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