Lokalsport: Kreckler krönt starke Saison des LTV

Lokalsport : Kreckler krönt starke Saison des LTV

Der Rechtsaußen des Handball-Drittligisten Leichlinger TV ist mit 212 Treffern Torschützenkönig. Sein Team siegt zum Abschluss mit 39:30 bei der Ahlener SG.

Im weißen T-Shirt mit aufgedruckter Krone strahlt David Kreckler den Instagram-Fans des Leichlinger TV entgegen - und das völlig zu recht. Der überragende Rechtsaußen des Handball-Drittligisten wurde am Samstagabend beim 39:30 (19:14)-Auswärtssieg gegen die Ahlener SG Torschützenkönig der dritten Handballliga West und krönte nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Verein für eine letztlich starke Saison. Dass nun Rang drei auf der Endabrechnung steht, war nach dem durchaus wackeligen Saisonstart nicht zu erwarten, sollte bei der Konkurrenz für die kommende Spielzeit aber für Respekt sorgen.

Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als sich die von Frank Lorenzet trainierten Leichlinger mit in die Sommerpause schleppten, unterbricht die Pause nun einen Lauf der Blütenstädter. Zwölf Siege aus 15 Ligaspielen in diesem Jahr machen den LTV zur zweitbesten Rückrundenmannschaft der Liga. "Die Kurve ging stetig nach oben", lobt Lorenzet, der bis zur Saisoneröffnung der kommenden Spielzeit in drei Wochen noch einen weiteren Zugang präsentieren will.

Den Umbruch, dem die Startschwierigkeiten geschuldet waren, hat der Leichlinger Drittligakader inzwischen mehr als überwunden. Die aus der klassentieferen Oberliga an die Wupper gestoßenen Spieler wie Torhüter Mathis Stecken oder Kreisläufer Hendrik Rachow halten inzwischen problemlos in der Ligaspitze mit, Rückkehrer wie Bastian Munkel und Tim Menzlaff sind verlässliche Leistungsträger. "Wir haben uns zurecht die Krone aufgesetzt", sagt Lorenzet, der in Ahlen einmal mehr eine souveräne Leistung seines Teams sah. Dass der Torschützenkönig der Liga in David Kreckler nun auch ein Leichlinger ist, passt ins Bild. 212 Tore erzielte der Mann mit der begnadeten linken Hand. Und das, obwohl er mehrfach nur auf der Bank saß oder beim Spielaufbau mithelfen musste.

Vorwerfen lassen muss sich die Mannschaft nur, ihre Fähigkeiten nicht immer auf das Feld gebracht zu haben. Dass Spezialisten wie Rückraumstratege Marcus Bouali oder Rechtsaußen Mike Schulz immer wieder verletzt fehlten, ist bedauerlich. Doch dazu schleppt der LTV eine gewisse Schludrigkeit mit sich herum, die letztlich zu den Niederlagen gegen Ferndorf, Krefeld und Longerich führte. Es ist ein spannender Gedanke, wo der vergleichsweise "kleine" Verein aus Leichlingen ohne übermächtige Ferndorfer und individuelle Kapriolen stehen könnte.

In der nächsten Saison könnte sich das zeigen. Lorenzet warnt zwar angesichts diverser Abgänge: "Uns wird die Eingespieltheit genommen", doch die Rückkehrer Henning Padecken und David Ferne sowie Dennis Aust, dessen Bruder Björn Lorenzets rechte Hand im Trainerteam ist, dürften sich schnell integrieren.

LTV Stecken, Mundhenk - Rachow (2), Munkel (3), Lange (1), Feuchtmann, Novickis (3), Hertlein (1), Menzlaff (5), Hansen (10), Kreckler (14/2).

(RP)
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