Der SV Schlebusch investiert vor allem in seine Offensive

Kader wird aufgestockt : Der SV Schlebusch investiert vor allem in seine Offensive

Beim Fußball-Landesligisten richtet sich der Blick auf die anstehende Saison. Joschua Hauschke und Marcel Wandeinger sollen für mehr Torgefahr sorgen.

Zum Eintritt in die Winterpause vor knapp sieben Monaten war bei den Fußballern des SV Schlebusch noch alles in bester Ordnung. Der Landesligist hatte zwar eine Begegnung mehr absolviert als die meisten Konkurrenten, doch vollkommen zu Recht ging die von Stefan Müller trainierte Mannschaft nach einer starken Hinrunde als Tabellenzweiter in das neue Jahr.

„Meine Jungs haben in der ersten Saisonhälfte toll gearbeitet und sich viele Erfolge erkämpft“, blickt Müller gerne auf die Hinserie zurück. Zum damaligen Zeitpunkt war sogar die Hoffnung auf den Sprung in die Mittelrheinliga nicht völlig abwegig. Alles sah nach einer rundum gelungenen Spielzeit aus. Doch nach dem Saisonende ist die Stimmung nicht mehr rosarot, denn nach der Winterpause folgten vergleichsweise viele Niederlagen und der Absturz auf Rang sechs in er Schlusstabelle.

Laut Müller ist das kein Beinbruch, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus einigen ungünstigen Entwicklungen. „Wir haben leider keine gute Vorbereitung auf die Rückrunde hinbekommen. Viele Spieler fehlten aus den unterschiedlichsten Gründen, hinzu kamen nicht vorhersehbare Verletzungen“, erklärt der Coach. Zudem verließen die Schlebuscher den zunächst erfolgreich eingeschlagenen Weg. Der Einsatz in den Spielen ließ ein bisschen nach und das spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider.

Zum Teil fehlten aber schlicht Alternativen, die Müller bei schwerwiegenden Ausfällen und anderen brenzligen Situationen ins Spiel bringen konnte. „Das beste Beispiel ist die Begegnung beim FV Bonn-Endenich, wo wir mit 0:2 im Rückstand liegen. Ich hätte gerne Spieler für die Offensive gebracht, doch es waren ausschließlich Defensivakteure verfügbar“, erinnert sich Müller. Die Partie beim direkten Konkurrenten ging 0:3 verloren.

Doch beim SVS sind seit jeher Ruhe und Weitsicht das Motto. Die schwache Rückrunde ist analysiert und der Blick richtet sich längst nach vorne. Durch die namhaften Zugänge Joschua Hauschke vom 1. FC Monheim und Marcel Wandeinger von Eintracht Hohkeppel wurden nicht nur zwei Spieler mit Schlebuscher „Stallgeruch“ verpflichtet, das Duo soll auch die vor einem Jahr entstandene Lücke schließen, die durch die Abgänge von Maik Maier und Dennis Labusga entstanden ist. Die einstigen SVS-Angreifer brachten es pro Saison auf gut 40 Torbeteiligungen – eine Stärke, die bislang unzureichend kompensiert wurde.

„Mit dem neuen Gespann sollten wir wieder wesentlich durchschlagskräftiger werden“, sagt Müller, der neben dem aus der zweiten Mannschaft hochgezogenen Torhüter Justin Stauner und Mustafa Uzun von Genlerbirligi Opladen noch einen weiteren neuen Akteur in Schlebusch begrüßen kann: Linksfuß Tolgahan Cakir ging ebenfalls aus der SVS-Jugend hervor und wechselt nun aus der U19 von Deutz 05 zurück zum Bühl. „Für uns wird der neu entstehende Konkurrenzkampf wichtig sein – und dann schauen wir mal nach einer intensiven Vorbereitungsphase, wohin es gehen kann“, erklärt Müller.

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