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Gedenkgang in Leverkusen: Singender Elch muss abgedeckt werden

Gedenkgang in Leverkusen : Singender Elch muss abgedeckt werden

Bereits vor Beginn des Christkindchenmarktes in Wiesdorf sorgt der singende Elch an der Glühweinbude im Winterdorf für Ärger. Weil er die Stimmung am Volkstrauertag stört, muss Willi am Sonntag abgedeckt werden.

Willi erzählt Geschichten, singt Weihnachtslieder und klimpert mit seinen großen, braunen Augen: Der Elch vor der Rathaus-Galerie spaltet schon seit Jahren die Gemüter. Die einen finden ihn furchtbar, die anderen witzig.

Um den Gedenkgang am Sonntag nicht zu stören, soll der Elchkopf am Sonntag nun abgedeckt werden. Die Kirchen in Leverkusen haben gemeinsam mit der Stadt und dem Chempark ab 15 Uhr zu einem Gedenkgang durch die Stadt eingeladen, bei dem auch Oberbürgermeister Reiner Buchhorn eine Rede zum Gedenken an die Kriegsopfer halten will. Neben drei weiteren Stationen geht der Marsch auch am Rathaus in Wiesdorf entlang, wo der Aufbau des Weihnachtsmarktes bereits begonnen hat.

"Wir haben die Anweisung der Stadt, den Elch am Sonntag abzudecken", erklärte Weihnachtsmarkt-Organisator Axel Kaechele unserer Redaktion. "Der Elch stört die Trauerstimmung", sagte er weiter. Ob die Forderung von den Kirchen oder der Stadt kommt, konnten weder der Betreiber noch die Stadt am Donnerstag sagen. Die Koordinationsstelle der Stadt habe lediglich die Anweisung erteilt, dass der Elch am Sonntag nicht zu sehen sein soll.

(met)