Leverkusener Schüler zeigen Oberbürgermeister ihr Bienenprojekt

Gesamtschule Schlebusch : Schüler zeigen Richrath Bienenprojekt

Die Gesamtschule Schlebusch unterstützt Bienen. Ihren Garten stellten sie jetzt dem Oberbürgermeister vor.

Der Klimawandel und das Aussterben von Bienen und anderen Insekten gehört zu den größten Problemen der heutigen Zeit. Dieses Problem hat die Gesamt-
schule Schlebusch erkannt und ist mit ihrer Projektgruppe seit mehr als elf Jahren mit ihren Bemühungen um die Bienen dabei. Mit der Unterstützung der Leverkusener Bürger, ihrer Lehrern und anderer Schulen haben sie eine Petition für „Trees for Bees“ mit fast 2000 Unterschriften gesammelt. Die Unterschriften haben sie gesammelt, damit sie zeigen können, dass das Thema nicht nur der Schule, sondern der ganzen Stadt wichtig ist. Ebenso gibt es eine enge Kooperation mit dem Naturgut.

Damit die Bienen erhalten bleiben, sind bienenfreundliche Bäume besonders wichtig. Das Thema Bäume hat das  Projektteam, das aus rund 40  Schülern aus unterschiedlichen Stufen besteht,  schon lange beschäftigt. Deshalb haben sie in ihrem Bienengarten Bienen- und Weidenbäume gepflanzt. Einige werden bei unterschiedlichen Veranstaltungen auch verkauft. Diese Bäume sind hilfreich, weil sie viel Pollen und Nektar haben.

Nicht jeder Baum sei gut für die Bienen, betonten die jungen Experten. In der Opladener Straße seien neulich Bäume gepflanzt worden, eigentlich positiv – aber eben jene seien für Bienen nicht gut. Denn: Alle Bäume, die Pollen über den Wind verteilen, seien ungeeignet, denn so kämen die Bienen nur schwer an diese heran. Zudem gebe es bei solchen Bäumen, etwa der Birke, nicht genügend Pollen oder Nektar.

Die Schüler wissen, dass sie keinen großen Einfluss darauf haben, welche Bäume gepflanzt werden, Oberbürgermeister Richrath kommt ihnen aber entgegen. Nachdem die Projektsprecherin Anna Wirtz dem Oberbürgermeister die Unterschriften und einen Leserbrief überreichte, hielt Richrath eine Rede, unter anderem über den Konsum, Klimawandel, das Aussterben der Insekten und darüber, dass die Gesellschaft sich einsetzen muss.

Sein Versprechen: „Was ihr mir gebt, wird stattfinden.“ Und weiter: „Was gefordert wird, wird umgesetzt.“ Richrath ist sicher, dass die Schüler mit ihrer Petition „Trees for Bees“ Erfolg haben. Er betonte, dass das Thema sehr wichtig sei, und auch, dass sich Menschen für etwas einsetzen. Nur so könnten Prozesse ans Laufen gebracht werden.

Zwei Mitglieder des Projektes schenkten Richrath einen selbst gezüchteten Bienenbaum und zeigten ihm die Bienenstöcke der Schule. Die Honigbienen seien bestens geeignet, um den Kindern Nachhaltigkeit beizubringen, sagte  Projektleiter Reinhold Glüsenkamp.  Am Ende erhielt Richrath ein Glas mit Honig von den schuleigenen Bienen.

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