Montanus-Realschule in Steinbüchel feiert ihr 60-Jähriges.

Jubiläum : Realschule in Steinbüchel feiert ihr 60-Jähriges

Mit einem großen Fest feierten viele Lehrer, Schüler und Eltern am Donnerstag den 60. Jahrestag der Montanus-Realschule auf dem Schulhof in Steinbüchel. Nach zwei Umzügen entwickelte sie sich im Schatten der Gesamtschule zu einer respektierten Lehranstalt.

Das ist an allen Ecken und Enden im Schulgebäude zu vernehmen.

Lehrerin Tatjana Trampenau verglich die verfältigen Aktivitäten und deren Umfang an der Schule mit einer anderen Schulform: „Das ist fast wie an einem Gymnasium hier.“ Mit einem Team aus Schülern fertigt sie in jedem Jahr ein aus den USA inspiriertes und an die dortigen High Schools angelehntes Jahrbuch an. In diesem sind nicht nur alle Klassen vertreten, auch sind auf den rund 200 Seiten viele Aktionen, Projekte und der jährliche Frankreichaustausch beschrieben.

Die Lehrerin für Politik, katholische Religion, Deutsch und Politik ist also über die Vielzahl an Aktivitäten bestens informiert. Die Redaktion des Jahrbuchs ist darüber hinaus sehr engagiert. Viele Schüler, die die Schule nach der 10. Klasse eigentlich schon verlassen hätten, kämen für die Arbeit daran, gerne immer wieder zurück. Und gerade in der „heißen Phase“, wie Trampenau es nennt, in den Monaten März bis Mai, arbeite die Truppe auch am Wochenende – oft sogar von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Im Team ergänzten sich die Stärken der Schülerschaft besonders gut.

Das ist es auch, was Schulleiter Ferdinand Brüggemann-Sina beim Blick auf seine Schule herausstellt. „Wir haben hier 14 Nationen, sind eine Multikulti-Schule“, betonte er, und fügte ein Beispiel an: Während sich manch Bevölkerungsgruppen in ihren Heimatregionen bekämpften, könnten sie hier im Unterricht nebeneinander sitzen, sich anfreunden. Auch wenn es an Orten, wo viele junge Menschen aufeinandertreffen, „natürlich auch mal Streit“ gebe.

Vor 60 Jahren wurde die Montanus-Realschule als dritte ihrer Art in der Stadt installiert. Damals noch unter dem Namen Realschule Schlebusch. In den 70er- und 80er-Jahren teilte sie sich ein Gebäude mit dem Gymnasium im Schulzentrum Schlebusch an der Ophovener Straße und zeigte sich für rund 1000 Schüler verantwortlich.

Heute, an der Steinbücheler Straße, teilt sich die Schule in zwei Standorte auf. Die fünften und sechsten Klassen sind in einem Bau an der Heinrich-Lübcke-Straße untergebracht. Dort war die Comeniusschule 2016 ausgelöst worden.
750 Schüler versuchen, die Mittlere Reife zu erhalten – Tendenz steigend. „Als ich vor vier Jahren hierher kam und die Hochhäuser sah, hatte ich zuerst Sorge“, erzählte Schulleiter Brüggemann-Sina. Dieser Eindruck habe sich nicht bestätigt – im Gegenteil

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