Spendenaktion der Sparkasse Leverkzsen

Spendenaktion : „Jeder Cent ist gut angelegt“

Die Spendenaktion „GiroCents“ der Sparkasse hilft fünf Leverkusener Vereinen.

Die Idee ist einfach, effektiv, und sie funktioniert seit fast fünf Jahren. Rund 1000 Sparkassen-Kunden lassen am Monatsende die Centbeträge des aktuellen Kontostands von ihrem Girokonto abbuchen und spenden das Geld an Leverkusener Vereine und Organisationen, die Gutes damit tun. „Girocents“ heißt die Spendenaktion, die kleine Beträge zu einer wirkungsvollen Hilfe bündelt. Rund 24.000 Euro kamen auf diese Weise seit dem Start der Aktion im Oktober 2014 zusammen, 6600 Euro waren es in der letzten, 14 Monate dauernden Spendenphase. „Jeder Cent wird benötigt und ist gut angelegt“, sagt Sparkassen-Chef Rainer Schwarz.

Jeder Spender darf bestimmen, an wen sein Geld weitergegeben wird. Fünf Leverkusener Vereine waren im Vorfeld ausgesucht worden. Aus der jeweiligen Spendenhöhe ergibt sich eine Rangfolge der Beliebtheit.

Spitzenreiter mit einer Spendensumme von 2616 Euro ist der Verein für Palliativmedizin am Klinikum. Der 2008 gegründete Verein begleitet jährlich 180 Schwerstkranke auf der 2012 eingerichteten Station für Palliativmedizin, berichtet Thomas Eimermacher vom Vorstand. Das Spendengeld wird für die Verbesserung der Einrichtung der zehn Einzelzimmer verwendet.

1727 Euro entfallen auf die Leverkusener Tafel, die seit 19 Jahren mit 200 Ehrenamtlern und mit Hilfe von fünf Kühlwagen unermüdlich im Einsatz ist und überschüssige Lebensmittel von den Märkten an ihre sieben Ausgabestellen bringt. Wie der 2. Vorsitzende, Rainer Endlein, berichtet, hat der Verein nun einen Spülautomaten angeschafft, um die 150 Transportkisten zu reinigen, die sonst in mühevoller Arbeit von Hand gereinigt werden müssen. Die Installation des Automaten sei besonders aufwendig gewesen, das Spendengeld hilft bei der Finanzierung des Projekts.

Christian Huchthausen von der Lebenshilfe freut sich über 796 Euro. Ein neues Theaterprojekt mit dem beziehungsreichen Titel „Selbstbestimmung oder die Frage, warum das Zimmer nicht grün gestrichen werden darf“ soll mit dem Geld bezahlt werden. Schließlich brauchen zehn Schauspieler mit geistiger Behinderung Kostüme und Kulissen für ihr großes Projekt. Ein zuvor bereits gedrehter Film „Dschungelbuch“ hat schon gezeigt, mit welcher Leidenschaft und Begeisterung die Darsteller ihre künstlerische Aufgabe angehen.

Auf fast 100-jährige Erfahrung kann der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) vertrauen. Entstanden aus der Frauenfürsorge, sind die Hilfen des Vereins heute weiter gefasst. Sie betreffen Kinder, Jugendliche und Familien ebenso wie Menschen mit psychischen Einschränkungen. Wie Ute Dirks vom Vorstand berichtet, kommt das Geld dem Projekt „Kinder in Krisen“ für Kinder mit psychisch kranken Eltern zugute.

 676 Euro erhält der DRK-Kreisverband. Das Geld wird nach Angaben von Geschäftsführer Josef Peters für einen Verpflegungsanhänger verwendet, der im Katastrophenschutz eingesetzt wird.

Das Projekt „EuroCents“ wird übrigens künftig organisatorisch auf neue Beine gestellt und auf einer Plattform des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands als Nachfolgemodell weitergeführt.

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