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Leverkusen: Helfer für den dritten Lebensabschnitt

Leverkusen : Helfer für den dritten Lebensabschnitt

"Wir haben einfach noch keine Lust, unser Potenzial ruhen zu lassen." So beschreibt Peter Wilhelmi die Arbeit der Leverkusener Wirtschaftssenioren. Das sind acht gestandene Männer, die ein langes Berufsleben hinter sich und dabei viel Erfahrung gesammelt haben. Wissen, das sie gerne zur Verfügung stellen.

Neu ist seit einigen Wochen, wie Sprecher Wilhelmi betont, dass die Wirtschaftssenioren ihr soziales Engagement verstärken wollen. In Zusammenarbeit mit der Leverkusener Arbeiterwohlfahrt (Awo) geschieht das. Dabei wollen sie Senioren etwa bei der Klärung der finanziellen Verhältnisse helfen.

Gleich vorweg betont Wilhelmi, dass es sich dabei nicht um die hinlänglich bekannte Schuldnerberatung handelt. Vielmehr befinden sich ältere Menschen oft in Lebenssituationen, die sie alleine nicht bewältigen können: Hausverkauf, Umzug, steuerrechtliche Fragen, Bankangelegenheiten.

Ein Beispiel aus der bisherigen Beratungspraxis: Der Tod eines Lebenspartners, die Witwe muss mit einer auf 60 Prozent reduzierten Rente auskommen. Das bringt sie in die Bredouille, sie sieht sich nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten für das Haus zu tragen und erst recht nicht, es zu bewirtschaften. Hier konnten die Wirtschaftssenioren helfen. Sie traten als neutrale Berater unter anderem bei Verkaufsgesprächen auf, kümmerten sie um eine neue Wohnung.

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Ein zweiter Fall: Eine Frau meinte, die von der Hausgemeinschaft beschlossenen Erhöhungen des Wohngelds nicht bezahlen zu können. Hier rechneten die Senioren nach, sprachen mit der Hausgemeinschaft, klärten die Dame über die tatsächliche Belastung auf und kamen zu einem Ergebnis, das alle zufriedenstellt.

In vielen Fällen brauchen die Senioren bei der Regelung ihrer finanziellen Verhältnisse nur einen Gesprächspartner, der mit seinem Sachverstand einmal alles ordnet. Oder der bei Gesprächen mit der Bank hilft. "Es macht da schon einen großen Unterschied", sagt Wilhelmi, "wenn jemand als ehemaliger Banker bei den Gesprächen dabei ist."

Wenn also in der dritten Lebensphase wichtige Entscheidungen anstehen und die Betroffenen sich nicht sicher sind, wollen die Wirtschaftssenioren mit ihrem Wissen und ihrem Netzwerk behilflich sein. Und wenn sie tatsächlich nicht weiterwissen, wollen sie einen Experten vermitteln.

Weitere Infos www.wsln.de

(sg-)