Leverkusen: Händlerschwund auf dem Wiesdorfer Wochenmarkt

Leverkusen: Händlerschwund auf dem Wiesdorfer Wochenmarkt

Werbegemeinschaft arbeitet dagegen an.

Bürgermeister Bernhard Marewski ist der Ansicht, "moderner 'Erlebniseinkauf' im Einzelhandel erschöpft sich eben nicht mit dröhnender Musikbeschallung oder Massenschieben durch die Gänge von Einkaufzentren." Das jedenfalls erklärte er in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft City. Marewski forderte: "Der stationäre Einzelhandel muss sich offensiv und umgehend dem Online-Handel stellen."

Natürlich habe man erkannt, sagte Vorsitzender Frank Schönberger, dass man mehr als nur verkaufsoffene Sonntage bieten müsse, um Menschen in die Stadt zu holen. Von der Werbewirkung her seien die Sonntage aber nicht zu unterschätzen. "Wenn es ihnen gefallen hat, kommen die Leute wieder", merkte Schönberger an und sagte: "Die City ist attraktiv geblieben."

Um trotz Internet weitere Anreize vor Ort zu schaffen, sei ein Zusammenspiel zwischen attraktivem Einzelhandel und praktischer Erreichbarkeit nötig. Der weitere Ausbau des kostenlosen W-Lan-Netzes und die Stärkung der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) könnten dazu beitragen. Als Sorgenkind bleibe der Wochenmarkt, so Schönberger. Die Zahl der Marktbeschicker sei rückläufig, die der Kunden nicht. Deshalb unternehme die Werbegemeinschaft erhebliche Anstrengungen, um den Markt am Leben zu erhalten. In Sachen Veranstaltungen sei man inzwischen gut aufgestellt. Für weitere Anlässe - den Weihnachtsmarkt ausgenommen - werde man mit Veranstalter Georg Ott zusammen arbeiten.

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"Viele Akteure sind nötig, um die Innenstadt weiter nach vorne zu bringen", sagte Baudezernentin Andrea Deppe, die das Wechselspiel zwischen ISG und Integriertem Handlungskonzept (IHK) in Teilen vorstellte. Als erstes Projekt werde das Funkenplätzchen mit dem Busbahnhof verändert. Apropos: Die Betreiberin der Bäckerei Newzella auf dem Rialto-Boulevard sorgte sich über das Ausbleiben der Kunden während des Umbaus. Deppe räumte ein, man müsse eine Ausschreibung neu vergeben. Deshalb habe man vier Monate verloren.

Sie versicherte zudem, es werde alles getan, um die Baustelle so schnell wie möglich zu beenden. "Wir nehmen Sie beim Wort", antwortete Newzella.

(gkf)
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