Coding For Tomorrow an Leverkusener Schulen

Coding For Tomorrow : Wenn die Bilder laufen lernen

Bei „Coding For Tomorrow“ werden Schüler spielerisch an die Themen Programmieren und Algorithmen herangeführt.

Sophia und Joanna schauen ganz neugierig, als sich die kleine Meerjungfrau auf ihrem Bildschirm bewegt und auch noch Töne von sich gibt. „Das habe ich selbst gemacht“, sagt Sophia stolz, die im Unterricht von Frank Moog gelernt hat, eigene kleine Animationen anzufertigen. „Das macht super viel Spaß“, fügt Noel hinzu. Er hat sich für die Rockstarvariante entschieden und lässt einen Gitarristen auf der Bühne abrocken.

Für Frank Moog, Lehrer an der städtischen Förderschule an der Wupper, ist das ein Erfolg: „Wir wollen erreichen, dass die Schüler sich nicht nur dem Medienkonsum hingeben, sondern diese Medien auch aktiv und kreativ nutzen“. Deshalb sei er froh, dass es durch die Bildungsinitiative „Coding For Tomorrow“ der Vodafone Stiftung möglich ist, einen Unterricht zu bieten, der Spaß macht, fördert und fordert.

In der Realität geht es also nicht nur um Algorithmen oder das Verstehen und Codieren von „Einsen“ und „Nullen“, sondern um ganz praktische Beispiele. „Wenn die Kids merken, dass Algorithmen uns auch im Alltag ständig begleiten, dann sind sie schnell fasziniert und beschäftigen sich mit der Software“, erzählt Moog. Schließlich sei die Definition des Algorithmus nichts anderes als eine Abfolge von Anweisungen.

So sollen die Fünftklässler zunächst analog erklären, wie Zähneputzen funktioniert. Hier merken die Kids schnell, dass der Ablauf – Tube öffnen, Zahnpasta auf die Zahnbürste schmieren, Mund öffnen und dann idealerweise drei Minuten Zähne putzen – jedes Mal der gleiche sein sollte. So funktioniert das dann auch später am PC: Hintergrund und Figuren auswählen, Animationen per Drag und Drop ausprobieren und kleine Sprechblasen hinzufügen. Fertig. Wenn dann mal was nicht sofort in der Open Source Software „Scratch“ gelingt, sind die „Coding For Tomorrow“-Trainer Patrick Kathöfer und Lisa Mütsch an der Seite, um zu helfen und zu unterstützen.

Möglich gemacht hat dieses Projekt das Kommunale Bildungsbüro der Stadt Leverkusen, das seit 2019 eine Kooperation mit der Bildunginitative eingegangen ist. Gemeinsam werden Schulungen für Lehrkräfte von Grund- und weiterführenden Schulen angeboten, um die digitale Kompetenz in Leverkusener Schulen nachhaltig zu fördern.

Das Ziel: Alle Leverkusener Schulen sollen sich beteiligen. „Digitalisierung zieht sich durch alle Lebensbereiche und dementsprechend als Spiegelbild der Gesellschaft auch durch alle Schulformen. Dass sich dabei die Förderschulen von Beginn ebenfalls sehr aktiv beteiligen, begrüße ich sehr“, lobt Schulrätin Nicole Gatz die Arbeit von Schulleiterin Anja von Hebel und ihrem Team. Carolin Maus, Fachbereichsleitung Schulen bei der Stadt Leverkusen begrüßte das neue Schulungsangebot in Leverkusen: „Mit den beiden ersten Qualifizierungsreihen hat dieses Projekt, davon konnten wir uns heute vor Ort überzeugen, die Feuertaufe bestanden.“

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