Hohe ökologische Standards für neues Wohngebiet Mathildenhof in Steinbüchel

Mathildenhof in Steinbüchel : Hohe ökologische Standards für neues Wohngebiet

Die Bezirksvertretung III fordert verbindliche Vorgaben für den Bebauungsplan "Mathildenhof - östlich Bohofsweg".

Die Bezirksvertretung III hat zwei Änderungen für den Bebauungsplan des neuen Wohngebiets „Mathildenhof – östlich Bohofsweg“ in Leverkusen-Steinbüchel auf den Weg gebracht. Auf Wunsch der SPD soll darin festgeschrieben werden, dass die Vorgärten der neuen Häuser in der geplanten „ökologische Mustersiedlung“ nicht versiegelt werden dürfen. Bislang hieß es in der Beschlussvorlage lediglich: „Die Vorgärten sind als bepflanzte Gärten mit nur der notwendigen Versiegelung geplant“.

Das aber ging den Sozialdemokraten nicht weit genug, sie forderten eine verbindliche Vorgabe und erhielten für diesen Vorschlag die Mehrheit in der Bezirksvertretung. Die Christdemokraten und die Freien Liberalen forderten zudem, dass die angrenzende Sportanlage weiterhin ohne Einschränkung vom SV Bergfried und von den Schulen genutzt werden kann.

Die Verwaltung wurde deshalb aufgefordert, die Vorlage so rechtssicher auszuarbeiten, dass der Platz auf jeden Fall Bestandsschutz genießt. Ansonsten, so stand die Befürchtung im Raum, könnten sich die neuen Anwohner später über den üblichen Lärm eines Sportplatzes ärgern und dagegen vorgehen. Nicht sicher war in der Vertretungssitzung, ob auch der Bau- und Planungsausschuss noch einmal über diese Änderungen der Bezirksvertretung III beschließen muss. Sie sollen aber bereits in die nun anstehende frühe Bürgerbeteiligung einfließen werden.

Am Mathildenhof östlich vom Bohofsweg sollen Wohnnutzungen und eine neue achtgruppige Kindertagesstätte entstehen. Das Quartier, so ist es vorgesehen, wird hohen ökologischen Standards gerecht: Im Bebauungsplanentwurf hat die Stadt deshalb ihre Klimaschutzbausteine „Aktive/passive Solarenergienutzung“, „Grüne Siedlung“ und „Kompakte/verdichtete Stadt – Stadt der kurzen Wege“ berücksichtigt. Die Häuser entstehen überwiegend freistehend auf großen Grundstücken, um die vorhandenen Freiluftschneisen zu erhalten. Mauern sind tabu, als Grundstückseinfriedungen sind nur Hecken und Zäune vorgesehen.

Alle Gebäude sollen Dach- und Fassadenbegrünungen erhalten. Durch die Ausrichtung der Häuser in Nord-Süd-Richtung macht der Bau von Solar- und Photovoltaikanlagen Sinn, außerdem ist die Nutzung von Geothermie möglich. Nicht zuletzt ist für das Gebiet ein Mobilitätskonzept vorgesehen, das die Möglichkeit von Car-Sharing, E-Ladestationen und ausreichend Platz für Fahrräder bieten soll.