Stadtpark Leichlingen: "Mit dem Investor nicht über Geld gesprochen"

Stadtpark Leichlingen: "Mit dem Investor nicht über Geld gesprochen"

Innenstadt-Investor Philipp Kiefer hat sich mit dem Bürgermeister getroffen. Seine Architektenpläne will er im Herbst öffentlich machen.

Mit großer Spannung wurde am Donnerstag der Besuch des potenziellen "Stadtpark-Investoren" Philipp Kiefer bei Bürgermeister Ernst Müller erwartet. Kiefer, dem das Areal mit Kaufpark, Aral-Tankstelle und Wohnbebauung gegenüber des neuen Stadtparks hinter dem Rathaus gehört, hatte den vormaligen Projektentwickler entlassen, um nun selbst an der Innenstadtentwicklung mitzuwirken. Über Geld sei allerdings nicht mit dem Investoren gesprochen worden: "Ich habe ihn auch nicht gefragt", sagte Müller nach dem Gespräch auf Nachfrage der RP.

Auch konkrete Pläne habe Kiefer noch nicht vorgestellt. "Die Architekten arbeiten jetzt und werden die Pläne wohl im Herbst vorlegen", meint Müller. Dann würden die Details auch der Öffentlichkeit und den politischen Gremien vorgestellt. Klar seien aber nach dem gestrigen Gespräch einige Eckdaten: "Herr Kiefer will einen modernen Vollsortimenter bauen, der sich städtebaulich einfügt", berichtet der Bürgermeister. Die Öffnung einer Grünfläche zur Wupper hin sei ebenso als fester Eckpunkt zu verstehen. Einig seien sich er und der Investor aber auch darüber, das Rathaus in die Überlegungen einzubeziehen. Von daher sei das im Ausschuss für Bauwesen vorgestellte Gutachten keineswegs nur für die Schublade bestimmt gewesen. Er hoffe auf eine Kooperation mit dem Investoren auch für einen möglichen Rathaus-Neubau, führte Müller aus.

Das erste Gespräch mit Kiefer habe ihm Mut gemacht, dass man nun gemeinsam in der "schon als historisch zu bezeichnenden Stadtparkfrage" ein gutes Stück weiterkomme, bilanzierte Müller Donnerstagnachmittag. Weitere Arbeitsgespräche mit dem Investoren seien vereinbart. Basieren werde die ganze Vorarbeit nunmehr auf den bereits gefassten Ratsbeschlüssen zur Stadtparkbebauung: "Wir fangen nicht bei Null an", betont der Bürgermeister. Eines sei außerdem klar: Es werde flächenmäßig mehr Grün übrig bleiben und zur Wupper hin neu geschaffen, als überbaut werden solle, versichert Müller.

(RP)