Leichlingen: Herbe Vorwürfe an Stadtpark-Investor

Leichlingen: Herbe Vorwürfe an Stadtpark-Investor

Grundstückseigentümer und Investor wirft dem entlassenen Projektentwickler Horst-Alexander Spitzkopf vor, er wolle nur nachkarten. Spitzkopf beschuldigt Kiefer, er verfolge nur Einzelinteressen zu seiner Gewinnmaximierung.

Einen verbalen "Schlagabtausch" gibt es jetzt zwischen Grundstückeigentümer und Investor Philipp Kiefer und dem ausgebooteten Projektentwickler Horst-Alexander Spitzkopf. Der entlassene Projektentwickler hat Kiefer schriftlich zur Rede gestellt und Informationen verlangt, was Kiefer denn nun anders bzw. besser zu machen gedenke, als es in den sechs Jahren der vorherigen Planung beabsichtigt war. "Herr Spitzkopf will nur nachtreten", sagt Kiefer zu den Vorwürfen des entlassenen Projekt-Enwicklers.

Kiefer gibt nicht nur Spitzkopf jetzt in einem Schreiben Antwort auf seine Fragen und entgegnet dessen Vorwürfen. Er wolle bewusst die Öffentlichkeit mit ins Boot holen, um zu einer übereinstimmenden Planung zu gelangen: "Für mich stellt sich die Frage, wie ich es schaffen kann, alle Interessen unter einen Hut zu bringen", sagte Kiefer der RP. Denn unter etwa sechs bis sieben verschiedenen Investoren, die Spitzkopf in den vergangenen Jahren vorgestellt habe, sei nichts geschehen: "Alles ist im Sande verlaufen", beklagt Kiefer. Er wolle auf keinen Fall nur eine isolierte Planung für sein Grundstück mit Kaufpark und Aral-Tankstelle, verdeutlicht der Investor. Denn Spitzkopf habe ihn vorgeworfen, nur seine eigenen Interessen zu verfolgen.

Dem sei nicht so, betont Kiefer. Er wolle in seine gemeinsame Planung mit der Stadt, den Bürgern und der Politik unbedingt sämtliche angrenzenden Grundstücke, wie Stadtpark, Rathaus, Rathausparkplatz, Wiesen an der Neukirchener Straße und die Neukirchener Straße einbeziehen. Ein Anliegen sei ihm auch die Öffnung zur Wupper, wie sie schließlich auch aus der Politik gefordert worden sei, fügt Kiefer hinzu.

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Er wisse natürlich auch um den Widerstand aus der Bürgerschaft gegen einen Eingriff in die Stadtbegrünung im alten und neuen Stadtpark. Deshalb versichert er eine enge Zusammenarbeit mit Verwaltung, Politik und Bürgerinitiativen. Außerdem verspricht Kiefer, erfahrene Architekten und Stadtplaner mit nachweislichen Erfahrungen in der Realisierung ähnlicher Innenstadtprojekte einzubeziehen. Projektentwickler Spitzkopf wirft Kiefer vor. "Er hätte meine Grundstücke schließlich schon lange kaufen können, aber er hat es nicht getan." Denn Spitzkopf hat Kiefer jetzt vorgehalten, dieser habe seine Grundstücke überhaupt nicht verkaufen wollen, um darauf einen Teil der Innenstadtentwicklung voranzutreiben.

Kiefer sagt aber, dass dies nicht zutreffe. Kiefer wehrt sich außerdem gegen Spitzkopfs Vorwurf, er wolle womöglich nur einen alleinstehenden Supermarkt auf seinem Grundstück entwickeln. Dem hält er entgegen: Die Firma Kiefer und Zehner verfolge eben genau keinen alleinstehenden Markt auf ihrem Gelände. "Die zwischenzeitliche Vermietung sollte eine Handelsbrache in der Innestadt vermeiden", argumentiert Kiefer. Und die gewerblichen Mieter wüssten ganz genau, dass das Mietobjekt Teil eines übergeordneten Neubauprojektes sei. Darauf hätten sich die Mieter auch längst eingestellt, meint Philipp Kiefer.

(RP/rl/gre)
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