Fußball : Vom Glück verlassen

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath musste gegen den FC Remscheid eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Das gefährdete Team um Interimstrainer Lukas Beruda erzielte insgesamt vier Treffer – aber zwei davon ins eigene Netz.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath musste gegen den FC Remscheid eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Das gefährdete Team um Interimstrainer Lukas Beruda erzielte insgesamt vier Treffer — aber zwei davon ins eigene Netz.

Das Glück ist zurzeit bestimmt an einigen Orten auf der Welt zu Hause und der Schlangenberg gehört genauso sicher nicht zu diesen bevorzugten Regionen. Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath, der augenblicklich ohnehin genug Probleme hat, schlug sich bei der 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den FC Remscheid irgendwie auch ganz alleine, denn er traf gleich viermal ins Tor — aber gleich zweimal ins eigene. Der spielende TuSpo-Interimstrainer Lukas Beruda war weit davon entfernt, der Mannschaft einen Vorwurf zu machen: "Wir haben kämpferisch alles gegeben und uns Torchancen herausgearbeitet. Und dann machen wir uns die Dinger selber rein."

Im Auftritt zwei nach der Trennung vom bisherigen Trainer Michael Kezmann (wir berichteten) waren die Hausherren zuerst vor allem um Sicherheit bemüht, aber die schönen Pläne bald geplatzt. Nach einer Remscheider Ecke wollte Dirk Drößert per Kopfball klären — und der Ball landete zum 0:1 im Netz (10.). Die sehenswert getretene Ecke (33.) von Marvin Klein war dann vor der Pause die einzige echte Chance für die Hausherren, die sogar einen zweiten Nackenschlag erlitten. Als Tobias Ockenfels eine Hereingabe klären wollte, überwand er Keeper Jan Conradi zum zweiten Mal und zum 0:2 (38.).

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Spannende Schlussphase

Der 1:2-Anschluss (38.) von Kapitän Jens Hülsen kam für die Hausherren immerhin rechtzeitig genug, denn Dirk Drößert (59.) und der bei Richrath überragende Sebastian Pichura (60.) bekamen das 2:2 vorgelegt. Remscheid wollte auf der anderen Seite wohl ebenfalls großzügig sein, denn Michael Günther ließ völlig frei den dritten Treffer liegen (69.). Und nicht mal das 3:1 (71.) durch Daniel Monteiro war die Entscheidung, weil die Gäste den Richrathern zum Entsetzen ihres Trainers Stefan Brandt hinten Tür und Tor für eine spannende Schlussphase öffneten. So fand der Pass von Dennis Lichtenwimmer (81.) in der Mitte keinen Abnehmer, wohl aber der wenig später folgende Hülsen-Freistoß.

Lichtenwimmer gleich doppelt

Der Mittelfeldmann setzte das Spielgerät aus über 20 Metern Entfernung an die Latte und Aydin Türksoy staubte ab — 2:3 (82.). Dann passierte jener Angriff, den Beruda und seine Richrather vermutlich noch sehr lange in Erinnerung behalten werden. Dennis Lichtenwimmer scheiterte erst am Remscheider Schlussmann Nico Tauschel, ehe sein zweiter Versuch auf der Linie abgewehrt wurde (84.). Hier war nicht nur Pech an Bord, doch unter dem Strich ist das Glück gerade nicht bei TuSpo zu Hause.

(RP/jul)