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Fußball: Fünferpack: Festtag für Dennis Lichtenwimmer

Fußball : Fünferpack: Festtag für Dennis Lichtenwimmer

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath setzte sich beim erschreckend schwachen SSV Sudberg auch im Schongang deutlich mit 7:0 durch.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath tastet sich allmählich an die Top-Teams in seiner Klasse heran — was die Trefferausbeute angeht. Nach dem 7:0 (5:0) am vorletzten Spieltag beim SSV Sudberg (steht damit als Absteiger fest) führt das Konto des Siebten jetzt immerhin 39 Punkte und 64:46 Tore. Einen besseren Angriff stellt lediglich der Erste RW Essen II (74:36). Gegen erbärmlich schwache Gastgeber, die beinah mit einer Altherren-Mannschaft antraten, nutzte vor allem Dennis Lichtenwimmer die Gunst der Stunde. Der Top-Torjäger der Landesliga erzielte seine Saisontreffer 20 bis 24.

Die Partie war gerade sieben Minuten alt, als der Keeper der Sudberger den TuSpo-Angreifer rüde von den Beinen holte und dafür treffend die Rote Karte sah. Fortan hatten die Gäste überhaupt keine Mühe mehr mit der Spielkontrolle. "Wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, wären wir hier mit einem 15:0 oder 16:0 weggegangen", meinte der Sportliche Leiter Jörg Broch, "ich habe mir nach der Pause zum ersten Mal seit 22 Jahren im Fußball ein Bier genehmigt. Es war aber nur ein Radler." Trainer Marek Lesniak wollte dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten einiges abgewinnen, nachher allerdings viel weniger. "Die konnten nicht, wir wollten nicht mehr", meinte der Ex-Profi, "wenn man höher gewinnen kann, soll man das doch auch tun." Trotz des überschaubaren Aufwandes entstand keine Gefahr — obwohl die personell erheblich geschwächten Richrather bloß zwei Auswechselspieler an Bord hatten. Tore: 1:0 Lichtenwimmer (11.), 2:0 Lichtenwimmer (25.), 3:0 Marius Reiter (27.), 4:0 Daniel Redmer (35.), 5:0 Lichtenwimmer (40.), 6:0 Lichtenwimmer (81.), 7:0 Lichtenwimmer (89.).

Die eine oder andere bittere Pille muss Richrath derzeit mit dem Blick auf die nächste Saison schlucken, weil nahezu die komplette Abteilung Mittelfeld und Angriff wegbricht. Nach Wojciech Lesniak, Jens Hülsen, Gabriel Czajor und Philip Lehnert gehen zusätzlich zwei Spieler von Bord, die der Verein liebend gerne gehalten hätte. Necati Ergül kehrt zum Oberligisten SF Baumberg zurück, während der von vielen Klubs umworbene Dennis Lichtenwimmer demnächst aller Voraussicht nach für den Oberliga-Aufsteiger VfB Hilden unterwegs ist.

(RP)