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Langenfeld: Lebenshilfe bietet Orte des Gedenkens

Menschen mit Behinderung : Lebenshilfe bietet Orte des Gedenkens

Menschen mit Behinderung setzen sich mit dem Thema Tod auseinander. An den Lebenshilfe-Häusern im Kreisgebiet gibt es einzigartige Orte des Gedenkens an Verstorbene.

(pc) Trauer hat viele Gesichter. Die Lebenshilfe-Kreisvereinigung Mettmann hat einen besonderen Weg gefunden, mit den von ihr begleiteten Menschen Trauer zu leben und an ihren Wohnstätten zu symbolisieren. An den Lebenshilfe-Häusern im Kreisgebiet gibt es einzigartige Orte des Gedenkens an Verstorbene. Sie helfen Menschen mit Behinderung dabei, Abschied zu nehmen. In Zeiten der Krise und des November-Lockdowns sind sie wichtiger denn je so Hannah Blazejewski die für die Pressearbeit zuständig ist. . 

„Jeder Mensch trauert anders. Das gilt genauso für Menschen mit Behinderung“, sagt Uli Gaßmann, Pädagogischer Geschäftsführer der Lebenshilfe im Kreis. Trauer brauche auch einen Ort des Gedenkens. Viele Bewohner der Wohnstätten seien jedoch nicht mobil genug, um regelmäßig die Grabstätten von Angehörigen oder verstorbenen Mitbewohnern aufzusuchen. Deshalb habe die Lebenshilfe an ihren Einrichtungen Plätze geschaffen, die an geliebte Menschen erinnerten. In Heiligenhaus stehe im großen Garten der Wohnstätte ein individuell angefertigter Gedenkstein mit Fotos von Verstorbenen. „Die Bilder helfen Menschen, die nicht lesen können dabei, sich an ihre Mitbewohner zu erinnern“, sagt die Lebenshilfe. In Velbert und Ratingen gibt es ähnliche Gedenksteine, im Innenhof der Langenfelder Wohnstätte erinnert ein spezieller Brunnen an geliebte Menschen.

Die Wohnangebote der Lebenshilfe sind für Menschen mit Behinderung ein Zuhause  – bis zu ihrem Lebensende. Menschen mit Behinderung bis zu ihrem Tod hin zu begleiten, sei der Lebenshilfe im Kreis Mettmann ein Anliegen. Deshalb habe auch das Sterben in gewohnter Umgebung einen hohen Stellenwert. „Vielen unserer Mitarbeiter ist es ein Bedürfnis, den von ihnen betreuten Menschen auch im Sterbeprozess nah zu sein. Unterstützt werden wir dabei von örtlichen Hospiz-Vereinen“, sagt Geschäftsführer Uli Gaßmann. Weil das Sterben zum Leben dazu gehöre, sei die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod ein wichtiger Aspekt in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. „Wir nähern uns dem Thema behutsam an und nehmen die Wünsche unserer Bewohner in Bezug auf das eigene Lebensende sehr ernst“, führt Gaßmann aus. Eine Patientenverfügung in leichter Sprache helfe dabei, die Entscheidungen von Menschen mit Behinderung schriftlich zu fixieren.

Um Mitarbeiter bei der Sterbebegleitung zu unterstützen, schaffe die Lebenshilfe vielfältige Angebote, angefangen bei einer umfangreichen Arbeitsmappe zum Thema Sterbebegleitung bis hin zu psychologischer Hilfe und Schulungen für mehr Sicherheit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.