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Langenfeld: Abstand und Anstand helfen in der Corona-Krise

Wochenkolumne : Abstand und Anstand helfen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise macht Firmen fast aller Berufsbranchen schwer zu schaffen, Inhabern, Angestellten und Freiberuflern. Und sie ist auch im privaten Alltag immer stärker spürbar. Erst kamen die Absagen von Festen und anderen Veranstaltungen, dann wurden Schulen, Kitas, Spielplätze, Kultur-, Sport- und sonstige Freizeitstätten geschlossen, danach auch Cafés, Gaststätten sowie die meisten Läden.

Und seit genau einer Woche besteht in Langenfeld das Versammlungsverbot für mehr als zwei Menschen, das seit Montag nun auch landesweit gilt. Damit ist nun amtlich angeordnet, was verantwortungsvolle Bürger ohnehin schon mit Rücksicht vor allem auf die durch das Coronavirus besonders gefährdeten älteren und/oder gesundheitlich vorgeschädigten Mitmenschen getan hatten.

Auch bei den zuvor Unvernünftigen und Fahrlässigen scheint die Einsicht in die Notwendigkeiten da zu sein, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus durch solche Vorgaben zu stoppen. Davon zeugt zumindest das Fazit von Langenfelds Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath am Freitag. Eine nachts geöffnete Gaststätte habe die Polizei schließen lassen. Der Wirt müsse ein Bußgeld bezahlen. Ansonsten hätten Benzrath und sein Team in dieser Woche wegen vereinzelter Ansammlungen von Gruppen 19 Bußgelder verhängt und zehn Ermahnungen ausgesprochen und immer wieder Geschäftsinhaber mit so genannten Abholpunkten bei unzureichenden Abstandsregelungen korrigierend beraten. Für uns bleibt als Mut machendes Fazit dieser Corona-Woche neben dem tollen Einsatz von medizinischem Personal, Betreuern, Supermarktkassiererinnen und vielen anderen Berufstätigen  vor allem die erkennbar wachsende Hilfsbereitschaft vieler Langenfelder und Monheimer hängen, die ehrenamtlich etwas für ihre Mitmenschen tun oder einfach nur nett sind. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund – und möglichst zu Hause.

(mei)